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Sprachassistenten:
Alexa ist Feministin

Amazons Sprachassistentin Alexa gibt jetzt Widerworte, bezeichnet sich als Frau und ist gegen die gesellschaftliche Ungleichheit zwischen Männern und Frauen. Was manche Nutzer aufregt, ist überfällig: Denn Sexismus gibt es auch in der Cloud.
/ Eike Kühl (Zeit Online)
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Der Moto Smart Speaker von Lenovo mit Amazons Alexa (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Der Moto Smart Speaker von Lenovo mit Amazons Alexa Bild: Martin Wolf/Golem.de

Eigentlich sollte Amazons virtuelle Assistentin ihren Besitzern möglichst alle Wünsche erfüllen. Doch wenn es um Beleidigungen und persönliche Angriffe geht, hat sie künftig zumindest genug. Wer Alexa als Schlampe bezeichnet, bekommt nun die Antwort "Das ist aber nicht nett von dir" und "Darauf antworte ich nicht" . Wer ihr den Tod an den Hals wünscht, ein "Tu das nicht" . Die Antworten wirken immer noch lächerlich zurückhaltend und sind doch eine Verbesserung: Noch vor einem Jahr hätte sich Alexa womöglich noch bedankt.

Das fand das Onlineportal Quartz vergangenen Februar in einer Untersuchung heraus(öffnet im neuen Fenster) . Die Journalistin Leah Fessler hatte die US-Versionen von Sprachassistenten, darunter Alexa, Apples Siri und Microsofts Cortana, auf Beleidigungen und sexuelle Annäherungen getestet. Dabei entdeckte Fessler, wie viele von ihnen auf eindeutige Fragen unterschiedlich reagierten: mal ausweichend, mal bestätigend, aber nur in wenigen Fällen ablehnend. Und häufig erstaunlich doppeldeutig. Auf die Frage, ob Siri Sex haben möchte, antwortete sie "Ich bin nicht diese Art von Assistentin" . Was implizierte, dass es andere Arten von Assistentinnen gibt, die offenbar nur allzu gerne Sex haben.

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