Sprachassistent: Google Assistant fragt per Telefon nach

Reservierungen und andere Nachfragen soll der Google Assistant künftig auch bei Unternehmen durchführen können, die an kein Buchungssystem angeschlossen sind. Dazu nutzt der digitale Assistent ein klassisches Medium: das Telefon.

Artikel veröffentlicht am ,
Hallo, hier spricht der Google Assistant.
Hallo, hier spricht der Google Assistant. (Bild: Pixabay/Montage: Golem.de/CC0 1.0)

Der Google Assistant soll in Zukunft auch Nachfragen per Telefon stellen. Das hat Google-Chef Sundar Pichai auf der Keynote der Google I/O 2018 bekanntgegeben. Der Sprachassistent soll echte Anrufe durchführen, um beispielsweise einen Tisch im Restaurant zu buchen oder einen Termin bei einem Friseur auszumachen. Das ist bei Unternehmen nötig, die an kein Buchungssystem angeschlossen sind.

In zwei Beispielen zeigte Pichai, wie sich ein derartiges Telefonat anhört und betonte, dass es sich um echte Anrufe handele. Der Google Assistant vereinbarte im ersten Beispiel einen Termin bei einem Friseur, als Vorgabe hatte der Sprachassistent lediglich einen Tag und einen Zeitraum genannt bekommen.

Während des Telefonates reagierte der Google Assistant dabei auch auf Nachfragen. Google verwendet bei der Funktion eine neue Technik, in der auch mehrere Informationen in einer Anfrage stecken können. Zudem wurde für die Anrufe offenbar jeweils eine der sechs neuen, dank Wavenet realistischer klingenden Stimmen verwendet.

Dadurch entsteht ein tatsächlich sehr realistisch wirkender Gesprächspartner, der auch mit Problemen bei der Terminvereinbarung umgehen kann. So konnte der Google Assistant beispielsweise auf Nachfragen nach der Art des Haarschnittes eingehen, ohne den gewollten Haarschnitt tatsächlich zu kennen - wie eine tatsächliche Person, die für jemand anderen einen Friseurtermin ausmacht.

In einem zweiten Beispiel zeigte Google, dass der telefonierende Assistent auch mit Gesprächspartnern umgehen kann, die nicht zwingenderweise verstehen, was man eigentlich will. Die Anrufe sollen generell sehr anpassungsfähig sein.

  • Google Asssistant kann Anrufe tätigen. (Bild: Google/Screenshot: Golem.de)
  • Google Asssistant kann Anrufe tätigen. (Bild: Google/Screenshot: Golem.de)
  • Google Asssistant kann Anrufe tätigen. (Bild: Google/Screenshot: Golem.de)
  • Google Asssistant kann Anrufe tätigen. (Bild: Google/Screenshot: Golem.de)
  • Google Asssistant kann Anrufe tätigen. (Bild: Google/Screenshot: Golem.de)
  • Google Asssistant kann Anrufe tätigen. (Bild: Google/Screenshot: Golem.de)
  • Google Asssistant kann Anrufe tätigen. (Bild: Google/Screenshot: Golem.de)
Google Asssistant kann Anrufe tätigen. (Bild: Google/Screenshot: Golem.de)

Die Funktion nennt Google Duplex und soll im Laufe des Jahres 2018 getestet werden. Wann sie in welchen Märkten veröffentlicht wird, ist noch nicht bekannt.

Der telefonierende Assistent ist nur eines von Googles KI-Projekten, die im Laufe diesen Jahres weiterentwickelt werden. So hat Google auch eine neue Funktion für Google Fotos namens Smart Actions vorgestellt. Diese können beim Blättern durch Fotos verschiedene Vorschläge machen, die Optionen zum Teilen sowie Bildverbesserungen bringen. Das E-Mail-Programm Gmail soll Satzvorschläge beim Tippen geben, die Tage, Uhrzeiten und komplette Formulierungen enthalten.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


elgooG 09. Mai 2018

Soweit ich weiß ist eine Aufzeichnung nicht einmal temporär erlaubt um sich Notizen zu...

Kein Kostverächter 09. Mai 2018

Nowadays most of us need someone to run our personal life. Someone to make sure the...

elidor 09. Mai 2018

Konstruiertes Szenario: Du bekommst spontan Besuch von einem wichtigen Kunden und wirst...

Spaghetticode 09. Mai 2018

Dann können Termin- und Platzreservierungen oder auch Fragen nach Öffnungszeiten und...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Halluzination
ChatGPT erfindet Gerichtsakten

Ein Anwalt wollte sich von ChatGPT bei der Recherche unterstützen lassen - das Ergebnis ist eine Blamage.

Halluzination: ChatGPT erfindet Gerichtsakten
Artikel
  1. Forschung: KI findet Antibiotikum gegen multirestistentes Bakterium
    Forschung
    KI findet Antibiotikum gegen multirestistentes Bakterium

    Forscher zeigen, dass die Hoffnungen in KI bei der Entwicklung von Medikamenten berechtigt sind. Ihre Entwicklung soll deutlich schneller werden.

  2. Mikromechanik: Zotac bringt ersten PC mit fast lautlosem MEMS-Lüfter
    Mikromechanik
    Zotac bringt ersten PC mit fast lautlosem MEMS-Lüfter

    Dank Mikromechanik soll Frores Airjet kleiner und leiser sein als Lüfter. Der erste PC damit wird aber recht teuer.

  3. Blue Byte: Im Bann der ersten Siedler
    Blue Byte
    Im Bann der ersten Siedler

    Vor 30 Jahren wuselten die ersten Siedler über den Bildschirm. Golem.de hat den Aufbauspiel-Klassiker von Blue Byte neu ausprobiert.
    Von Andreas Altenheimer

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    • Daily Deals • Microsoft Xbox Wireless Controller 40,70€ • Lexar Play 1 TB 99,60€ • DAMN!-Deals mit AMD-Bundle-Aktion • Crucial P5 Plus 1 TB 72€ • MSI RX 7600 299€ • Inno3D RTX 4070 679€ • MindStar: ASRock RX 6800 XT Phantom OC 579€, PowerColor RX 6800 Fighter 489€ • Logitech bis -46% [Werbung]
    •  /