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Sprachassistent: Apple-Nutzer sollen Siri austauschen können

Die neue Siri ist noch immer nicht fertig. Nun könnte Apple in der EU bald alternative Assistenten als Standard erlauben.
/ Tobias Költzsch
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Siri hätte längst neue KI-Funktionen bekommen sollen - wenn sie denn fertig wären. (Bild: Apple)
Siri hätte längst neue KI-Funktionen bekommen sollen - wenn sie denn fertig wären. Bild: Apple

Apple soll daran arbeiten, seinen Nutzern innerhalb der EU einen Wechsel des Standard-Sprachassistenten von Siri zu Programmen von Drittherstellern zu ermöglichen. Das berichtet Bloomberg(öffnet im neuen Fenster) in einem längeren Stück über die Hintergründe, warum die neue KI-Version von Siri verschoben wurde.

Demnach soll es aufgrund der EU-Gesetzgebung notwendig sein, dass Apple Alternativen zu Siri als Standard für Spracheingaben anbietet. Entsprechend soll es möglich gemacht werden, dass Nutzer von iPhones, iPads oder auch Rechnern anstatt auf Siri auf die Assistenten von OpenAI, Anthropic, Meta und Alphabet zugreifen können. Details gibt es nicht.

Verglichen mit Siri sind die entsprechenden Sprachassistenten der Konkurrenz wesentlich weiter, was die Integration von KI-Funktionen betrifft. OpenAI und Anthropic entwickeln ausschließlich KI-Assistenten, Google hat die Transformation vom Google Assistant zu Gemini weitgehend abgeschlossen.

Andere Assistenten mit KI dürften für Nutzer interessant sein

Aufgrund Siris seit Jahren unverändert durchschnittliche Leistung und des ausbleibenden KI-Update dürften sich einige Nutzer dafür entscheiden, zu einem anderen Sprachassistenten zu wechseln. Die Frage wird sein, wie gut diese in das Betriebssystem des jeweiligen Geräts eingebunden sein werden. Nähere Informationen gibt es nicht.

Apple steht seit der Vorstellung seiner KI-Suite Apple Intelligence auf dem WWDC 2024 im Juni 2024 in der Kritik, da die dort vorgestellten Funktionen nur schleppend ausgeliefert wurden. Die für Siri präsentierten neuen Funktionen gibt es bislang noch gar nicht.

Dafür musste sich Apple auch von traditionell eher wohlgesonnenen Journalisten den Vorwurf anhören , dass die Funktionen bei der Vorstellung von Apple Intelligence noch nicht fertig gewesen seien – aber so präsentiert wurden. Mittlerweile wurde in Kalifornien eine Sammelklage eingereicht , da Nutzer das iPhone 16 wegen der KI-Versprechen gekauft hatten.

Neue Siri soll erst 2026 kommen

Bei der Entwicklung einer KI-Version von Siri wurde der Software-Chef Craig Federighi offenbar erst kürzlich von den fehlenden Funktionen überrascht. Apples Finanzchef Luca Maestri soll noch Anfang 2023 den Kauf zusätzlicher GPUs für die KI-Entwicklung abgelehnt haben . Die KI-Version von Siri hat Apple mittlerweile auf 2026 verschoben.


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