Sprachanrufe: Google führt Peer-to-Peer-Verbindungen bei Hangouts ein
Google nutzt jetzt für Sprachverbindungen seines Messengers Hangouts Peer-to-Peer-Verbindungen. Das hat das Unternehmen auf seinen Hilfeseiten(öffnet im neuen Fenster) zu Hangouts und im Gespräch mit der Internetseite Venturebeat.com(öffnet im neuen Fenster) bestätigt.
Funktion wird aktuell verteilt
Laut Google soll die neue Funktion innerhalb der nächsten Woche weltweit implementiert werden. Einzelne Nutzer wurden offenbar bereits von Hangouts darüber benachrichtigt(öffnet im neuen Fenster) , dass Sprachverbindungen künftig – "wenn möglich" – über Direktverbindungen erfolgen. Dann wird der Anruf nicht über Server bei Google geleitet, sondern mit Hilfe der IP-Adressen der beiden Gesprächsteilnehmer direkt zwischen den beiden aufgebaut.
"Wenn möglich" bedeutet in diesem Fall, dass nicht jeder Anruf als Peer-to-Peer-Verbindung durchgeführt wird. Von welchen Bedingungen es abhängt, dass Sprachverbindungen direkt aufgebaut werden, erwähnt Google nicht.
IP-Adressen sollen nicht sichtbar sein
Google weist auf seiner Hilfeseite darauf hin, dass bei einem Peer-to-Peer-Anruf die IP-Adressen beider Teilnehmer verwendet werden, mit Hilfe derer die Position der Anrufenden bestimmbar sind. Laut Venturebeat.com soll es allerdings offenbar keine Möglichkeit geben, die Adressen im Nutzer-Interface von Hangouts anzeigen zu lassen.
Microsoft hat im Januar 2016 bekanntgegeben, dass auch in Skype die IP-Adressen der Teilnehmer nicht mehr ohne weiteres erkennbar seien. Zuvor war es relativ einfach möglich, an die IP-Adressen zu gelangen und diese etwa für DDoS-Attacken zu verwenden. Insbesondere im E-Sport-Bereich sind DDoS-Attacken ein probates Mittel geworden, Matches von Moba-Titeln durch Angriffe auf die Skype-Kommunikation zu stören.
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