Sportuhr: Displays, Tasten und Akkulaufzeit der Garmin Fenix 8

Auf einen Schlag hat Garmin(öffnet im neuen Fenster) sieben neue Sportuhren vorgestellt: Fünf tragen die Bezeichnung Fenix 8, dazu kommt eine Variante mit besonders langer Akkulaufzeit namens Enduro 3, zu der wir ein eigenes Hands-on haben , sowie ein vergleichsweise günstiger AMOLED-Ableger namens Fenix E mit Hardware aus den Vorgängern.
Die Fenix-8-Serie besteht aus grundsätzlich zwei Modellvarianten mit unterschiedlichem Display, die außerdem in mehreren Größen verfügbar sind.
Einige davon gibt es sogar noch wahlweise in Edelstahl und Titan, sowie mit Gorilla Glass oder Saphirglas zum Schutz des Zifferblatts.
Unter der Bezeichnung Fenix 8 Amoled erscheinen drei unterschiedlich große Versionen mit leuchtstarkem AMOLED-Bildschirm. Die Vorgänger hatten den Namen Epix 2, der aber nicht mehr verwendet wird.
In der kleinsten Version, der Fenix 8 Amoled 43 mm, kommt eine Displaygröße zum Einsatz, die bislang dem nächstgrößeren Modell vorbehalten war, nämlich ein 1,3 Zoll großes Panel.
Beim mittleren Modell, der Fenix 8 Amoled 47 mm, gibt es ebenfalls ein Größen-Update, nämlich auf 1,4 Zoll. Nur bei der größten Version der Sportuhr, der Fenix 8 Amoled 51 mm bleibt es beim 1,4 Zoll großen Display – das also genauso groß ist wie die mittlere Variante.
Außerdem gibt es die Fenix 8 Solar in zwei Größen mit den besonders stromsparenden Memory-in-Pixel-Panels (MIP). Hier entfällt also die bislang verfügbare kleinste Variante, außerdem kommen die gleichen Displaygrößen wie in den Vorgängern zum Einsatz.
| Garmin Enduro 3 | Garmin Fenix 8 Solar 47 mm | Garmin Fenix 8 Solar 51 mm | Garmin Fenix 8 Amoled 43 mm | Garmin Fenix 8 Amoled 47 mm | Garmin Fenix 8 Amoled 51 mm | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Größe | 51 x 51 x 15,7 mm | 47 x 47 x 15,2 mm | 51 x 51 x 15,4 mm | 43 x 43 x 13,8 mm | 47 x 47 x 13,8 mm | 51 x 51 x 14,7 mm |
| Display Größe/Auflösung | 1,4 Zoll / 280 x 280 Pixel | 1,3 Zoll / 260 x 260 Pixel | 1,4 Zoll / 280 x 280 Pixel | 1,3 Zoll / 416 x 416 Pixel | 1,4 Zoll / 454 x 454 Pixel | 1,4 Zoll / 454 x 454 Pixel |
| Akkulaufzeit Smartwatch/Solar | 36 Tage / 90 Tage | 21 Tage / 28 Tage | 30 Tage / 48 Tage | |||
| Akkulaufzeit GPS/Solar | 120 Stunden / 320 Stunden | 67 Stunden / 92 Stunden | 95 Stunden / 149 Stunden | |||
| Akkulaufzeit Smartwatch Geste/Always-on | 10 Tage / 4 Tage | 16 Tage / 7 Tage | 29 Tage / 13 Tage | |||
| Akkulaufzeit GPS Geste/Always-on | 28 Stunden / 22 Stunden | 47 Stunden / 37 Stunden | 84 Stunden / 65 Stunden |
Die MIP-Displays wurden laut Garmin gegenüber dem bereits optimierten MIP der Mitte 2023 veröffentlichten Fenix 7 Pro noch weiter verbessert. Golem.de konnte das bereits live vergleichen: Der Unterschied ist sichtbar, aber man muss sehr genau hinschauen, um den etwas stärkeren Kontrast zu erkennen.
Die vermutlich wichtigste Neuerung bei der Hardware in allen Versionen der Fenix 8 ist ein integrierter Lautsprecher und ein Mikrofon. Damit kann man über das gekoppelte Smartphone telefonieren, was beim Ausprobieren gut geklappt hat – Lautstärke und Klangqualität sind völlig ausreichend.
Es gibt vorerst keine Fenix mit integriertem Mobilfunk (LTE). Das Smartphone muss – anders als bei der Apple Watch Ultra oder der Samsung Galaxy Watch Ultra – zum Telefonieren also immer mit dabei sein.











Über das Mikrofon können wir zudem eine Reihe von Sprachbefehlen erteilen – auch offline. Dazu müssen wir eine Taste gedrückt halten, als Standard hat Garmin die rechts oben vorgesehen.
Dann können wir etwa mit Sätzen wie "15-Minuten-Timer starten" , "Starte eine Wanderung" oder "Wegpunkt setzen" die entsprechenden Funktionen aufrufen. Praktisch finden wir das vor allem für Timer, deren Aufruf bei der Fenix sonst recht komplex ist. Wie flexibel das System und wie hoch die Trefferquote in Sachen korrekte Ausführung ist, konnten wir nicht ausprobieren.
Eine weitere Verbesserung bei der Hardware betrifft die Tasten: Alle Fenix 8 verfügen über sogenannte induktive Tasten, die bis zu einer Tiefe von 40 Metern auch unter Wasser gedrückt werden können.
Fenix 8: Loslaufen und sicher wieder zurückfinden
Die Fenix ist traditionell zwar wasserdicht bis zu einer Tiefe von 100 Metern – das gilt auch für die neuen Modelle. Nur sollte man bislang unter Wasser eigentlich nicht die Tasten drücken. Das hat im Normalfall keine Schäden verursacht, solange wir einigermaßen in der Nähe der Oberfläche waren.
Nun gibt Garmin eine Garantie bis zur genannten Tiefe. Die Fenix 8 ist außerdem für Taucher zertifiziert, konkret nach EN13319 (Standard für Tauchequipment) sowie für Sporttauchen (Single Gas) und Apnoetauchen bis 40 Meter. Gleichzeitig bieten die Wearables Apnoe und Tauchen als vorinstallierte Aktivitäten an.
Der Herzfrequenzsensor ist neu, allerdings dürfte er kaum noch bessere Ergebnisse abliefern als die Sensoren davor. Allerdings bietet er die Option, ähnlich wie bei der Apple Watch ein einfaches EKG anzufertigen – sobald das von den Gesundheitsbehörden freigegeben wird.
Den GPS-Modus gibt es sowohl mit Multifrequenz als auch Multiband. Er arbeitet energiesparender, was teils spürbar längere Akkulaufzeiten bei Sporteinheiten mit Positionsbestimmung erlaubt.
Überhaupt, die Akkulaufzeiten: Im Smartwatch-Modus – also im Alltag mit Benachrichtigungen, Schlafanalyse, Herzfrequenzmessung und so weiter – bietet die Fenix 8 nur wenig mehr als die Vorgänger.
Exemplarisch nennen wir hier die größten Versionen: Die 7er-Pro-Fenix schafft ohne Solar laut Hersteller bis zu 28 Tage, bei der neuen Sportuhr sind es 30 Tage.
Allerdings soll die Solar-Ladefunktion nun wesentlich besser arbeiten: Mit Solar steigt die Laufzeit unter Idealbedingungen von 37 Tagen auf 48 Tage – jedenfalls nach Angaben von Garmin. Im GPS-Modus legen die Laufzeiten ohne Solar von 89 auf 95 Stunden zu, mit Solar von 122 auf 149 Stunden.
Bei der größten Fenix 8 mit AMOLED-Display gibt es ebenfalls eine minimal längere Akkulaufzeit. Auffällig ein Detail: Während im Smartwatch-Modus mit Aktivierung durch Handbewegungen (Gesten) eine Laufzeit von jetzt nur 29 Tagen anstelle von 31 Tagen bei der Epix 2 angegeben wird, sind es bei der neuen Sportuhr im Always-on-Modus zwei Tage mehr: 13 Tage anstelle von 11 Tagen.
Alle Fenix 8 sind gegenüber ihren Vorgängern minimal schwerer und dicker geworden. Die sonstige Ausstattung mit abschaltbaren Touch, der integrierten Taschenlampe und so weiter bleibt unverändert.
Bei der Software gibt es einige Neuerungen, darunter erweiterte Tipps für spezielle Krafttrainings etwa für Läufer (Knöchel und Knie) direkt auf der Uhr – praktisch. Zwei noch spannendere Funktionen finden sich beim Routing mit den Offlinekarten.











So kann die Fenix 8 (alle Versionen) einen vorher festgelegten Rundkurs in Echtzeit anpassen, falls etwa ein Läufer von der ursprünglich vorgesehenen Strecke abkommt. Dann wird automatisch ein Re-Routing durchgeführt, so dass man wieder auf den vorgesehenen Weg gelangt. Bislang gab es bei Abweichungen lediglich eine Warnung.
Ganz neu ist der sogenannte Dynamic Roundtrip. Dabei geben wir etwa vor einem Lauf die gewünschte Streckenlänge an. Und dann joggen wir einfach los, bis sich – abhängig von der Umgebung – die Sportuhr bei etwa 40 Prozent des Weges meldet und uns auf einem anderen Weg wieder zurückleitet.
Garmin Fenix 8: Verfügbarkeit und Preise
Es gibt noch weitere Änderungen gegenüber den Vorgängern, etwa stärker anpassbare Zifferblätter, eine zentrale Stelle für Benachrichtigungen (vom oberen Bildschirmrand runterwischen) und übersichtlichere Optionen.
Nach Angaben von Garmin ist die Fenix 8 ab sofort erhältlich. Die Versionen mit einer Größe von 43 mm und 47 mm sind ab rund 1.000 Euro erhältlich, die Variante mit 51 mm kostet ab rund 1.100 Euro. Die kurz angesprochene Budget-Sportuhr Fenix E ist nur in 47 mm und einem 1,3-Zoll-AMOLED-Display verfügbar, der Preis liegt bei rund 800 Euro.



