Sportsensoren: Heiße Sohlen und bessere Boxer

Schritte zählen kann inzwischen fast jede Fitnessuhr und jedes Smartphone - aber die nächste Generation der Sportsensoren steht schon in den Startlöchern. Golem.de hat sich angeschaut, was das unter anderem Boxern und Skifahrern künftig bringen könnte.

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Zum Kite-Surfen kommt Piq Robot in eine wasserdichte Hülle.
Zum Kite-Surfen kommt Piq Robot in eine wasserdichte Hülle. (Bild: Piq)

Sohlen für Sportschuhe: Es gibt vermutlich nicht wenige Produkte auf der Welt, die noch weniger sexy sind. Trotzdem gibt es auf der Sportmesse Ispo in München in Halle B4 mehrere Aussteller, die genau das als neue Innovation präsentieren. Allerdings geht es dabei um die Hightech-Variante der guten, alten Müffelfläche. Zu sehen sind Neuheiten wie Laufschuhe mit integrierten Sensoren, die etwa der US-Hersteller Altra ab Frühsommer 2017 anbieten möchte.

Inhalt:
  1. Sportsensoren: Heiße Sohlen und bessere Boxer
  2. Große Sprünge und lange Läufe

Startups wie Kinematix wiederum bieten sensorbestückte Innensohlen zum Einlegen an, die in alle Schuhe unter die schon vorhandene Sohle gelegt werden können. Besonders praktisch im Winter könnte übrigens die Warm-Series-Sohle des Herstellers Digitsole sein, die neben Sensoren auch eine "Fußbodenheizung" integriert hat.

Allen Hightech-Sohlen gemein: Sie sollen Joggern wesentlich genauere Informationen zum Bewegungsablauf oder zur Auftrittsfläche bieten, als es etwa Sportuhren können. Die Daten werden bei den meisten Modellen per Bluetooth LE an eine App zur Auswertung geschickt.

  • Die Grafik demonstriert, was mit Piq Robot beim Golfen möglich ist. (Bild: Piq)
  • Zum Kite-Surfen kommt Piq Robot in eine wasserdichte Hülle. (Bild: Piq)
  • Skifahrer können den Sensor von Piq am Schuh festschnallen. (Bild: Piq)
  • Die Apps von Piq bereiten die Daten für den Nutzer auf. (Bild: Piq)
  • Die Sensor-Sohlen von Kinematix kommen unter die Standard-Sohle des Läufers. (Foto: Peter Steinlechner/Golem.de)
  • Digitsole bietet auch Sohlen mit Heizung an. (Foto: Peter Steinlechner/Golem.de)
  • Prototyp: Im Ski von Rossignol ist ein Display für die Piq-Daten verbaut. (Foto: Peter Steinlechner/Golem.de)
  • Boxer befestigen die Sensoren an den Handschuhen. (Bild: Piq)
Skifahrer können den Sensor von Piq am Schuh festschnallen. (Bild: Piq)

Neben solchen hochspezialisierten, im Grunde fast nur für ambitionierte Läufer geeigneten Sensoren gab es auf der Ispo aber noch einen anderen Trend zu beobachten. Unternehmen wie das aus Frankreich stammende Startup Piq entwickeln neuartige Sensormodule, die für den Einsatz bei vielen Sportarten gedacht sind.

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Piq hat auf der Messe seine Piq Robot genannten Sensoren vorgestellt. Die haben ungefähr die Größe einer sehr großen Geldmünze. Das Hightech-Innenleben ist in der Lage, Bewegungen auf 13 Achsen zu messen und so knapp 200.000 Datenpunkte pro Minute zu erfassen, wie ein Firmenvertreter im Gespräch mit Golem.de sagte. Das ist rund doppelt so viel wie das, was die meist vom deutschen Unternehmen Bosch zugelieferten Sensoren etwa in einer aktuellen Smartwatch oder in Smartphones schaffen.

Piq vermarktet seine Sensoren zusammen mit bekannten spezialisierten Sportartikelherstellern. Im Tennisbereich ist es Babolat, bei Golf Mobitee, beim Kite-Surfing North, beim Skifahren Rossignol und beim Boxen das Unternehmen Everlast; weitere Kooperationen sollen folgen. Im Grunde kommt dabei immer der gleiche Sensor zum Einsatz; allerdings könnte es künftig wohl gewisse Anpassungen geben, etwa mit einem derzeit noch nicht verbauten GPS-Modul.

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Große Sprünge und lange Läufe 
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