Sport@home: Kampfkunst geht online

Der Covid-19-Shutdown und das Versammlungsverbot treffen Sportstudios und -vereine hart. Die Kampfkunstbranche weiß sich jedoch zu helfen - via Internet.

Artikel von Peter Ansmann veröffentlicht am
Sport@home - los geht's.
Sport@home - los geht's. (Bild: Pixabay)

Wegen der Kontaktbeschränkungen haben Kampfkunststudios und -vereine derzeit geschlossen. Heimtraining ist angesagt, Material gibt es online genug: So sind alle Katas, also die Bewegungsabläufe in Karate oder Kendo, auf Youtube verfügbar. Auch wer Selbstverteidigung trainieren möchte, wird fündig: Kyusho-Jutsu-Lehrer Scott Rogers zeigt auf der Video-Plattform, wie man die Technik zum Selbstschutz nutzt und welche Nervenpunkte man wie angreifen kann.

Inhalt:
  1. Sport@home: Kampfkunst geht online
  2. Kampfsportausrüster vergeben Rabatte

Aber um Karate, Judo, Ju-Jutsu, Kendo oder eine andere Kampfkunstart wirklich zu beherrschen, ist gemeinsames Üben wichtig: Katas müssen korrigiert werden, Kumite (Zweikampfübungen) setzen einen realen Gegner voraus. Ohne richtige Kampfkunstschule und einen Lehrer funktioniert dieser Sport nicht.

Doch die Branche hat schnell auf die neuen Umstände reagiert. Auf vielen Webseiten zeigen Kampfkunstschulen, was online möglich ist - zum Beispiel das Karatezentrum Oer-Erkenschwick, das ein Karate-Online-Portal aufgesetzt hat. Die Menge an Video- und Bildcontent auf Facebook, die Menschen beim Training im heimischen Dōjō (Übungsraum für Kampfkünste) zeigen, ist beachtlich.

Eine der größten Kampfsportschulen im deutschsprachigen Raum, das Karate-Team Bodensee, unterrichtet seit kurzem ebenfalls online. Geführt wird die Schule von Toni Dietl, der auch Leiter des TÜV-zertifizierten Bildungsdienstleisters Kampfkunst-Kollegium ist. Das Kollegium ist auf die Ausbildung und Ausrüstung von Kampfkunstschulen spezialisiert.

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Zahlreiche Videos und Fotos von Kunden auf der Facebook-Seite der Schule beweisen, dass das Online-Konzept gut ankommt. Eltern schicken Videos und Fotos ein, die zeigen, wie der Nachwuchs trainiert. Im Mitgliederbereich des Kampfkunst-Kollegiums finden sich zahlreiche Informationen zu dem Konzept sowie Lehrvideos, die von den Mitgliedern genutzt werden können. Videos und Trainingspläne werden wöchentlich aktualisiert.

"Man kann nach Bedarf trainieren", sagte Dietl dem Blog Ruhrbarone. Geplant sei aber auch ein Live-Training. "Dass so ein Konzept nicht von heute auf morgen steht, ist klar. Wir arbeiten aber mit Hochdruck an einem interaktiven Online-Kurs." Einige andere Schulen bieten das schon an. Auf der Website des Karate-Teams Hegau wird das Konzept Dojo@Home seit der Unterrichtseinstellung massiv beworben. "Ich habe aktuell über 800 Zugriffe auf meine Videos. Und wir kriegen viel Rückmeldung bei Facebook", sagt der Leiter der Karate-Schule, Roland Schellhammer.

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  • Feedback bei Facebook: Bei den Online-Kursen des Karate-Teams Bodensee machen einige Menschen mit. (Screenshot: Golem.de)
  • Facebook-Post der Karate-Schule Oer-Erkenschwick: Online-Unterricht mit dem Leiter der Schule, Jörg Uretschläger. (Screenshot: Golem.de)
Feedback bei Facebook: Bei den Online-Kursen des Karate-Teams Bodensee machen einige Menschen mit. (Screenshot: Golem.de)
Kampfsportausrüster vergeben Rabatte 
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qwertzwerg 03. Apr 2020

vom "Karateteam" ? Ipman wäre zu Tode betrübt.

scrumdideldu 03. Apr 2020

Das arme Kind! Jedes Hobby und jeder Sport und somit auch die Kampfsporttrainings sollen...

Umaru 03. Apr 2020

Kann man sich auch irgendwie selber das Herz rausreißen? :D


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