Sponsored Stories: Facebook kann nicht mehr jeden zum Werben zwingen

Wer will, kann bei Facebook künftig verhindern, dass sein Profil für Werbung in einer "gesponserten Meldung" genutzt wird. Das haben Nutzer in den USA erstritten.

Artikel veröffentlicht am , Kai Biermann/Zeit Online
Facebook-Seite zum Buchen von Sponsored Stories
Facebook-Seite zum Buchen von Sponsored Stories (Bild: Screenshot: Zeit Online)

Wer bei Facebook auf den "Gefällt mir"-Knopf eines Unternehmens klickt, kann leicht zum Werbeträger dieser Firma werden. Gefällt einem beispielsweise die Seite von Starbucks oder "checkt" man mit Hilfe des Lokalisierungsdienstes Places bei einer Filiale ein, können diese Meldungen als sogenannte Sponsored Stories den Freunden angezeigt werden - vorausgesetzt, das Unternehmen zahlt dafür.

Inhalt:
  1. Sponsored Stories: Facebook kann nicht mehr jeden zum Werben zwingen
  2. Sponsored Stories sind Werbung

Bislang konnte sich dagegen niemand wehren, der Starbucks und andere Firmen mochte. Das ändert sich nun: In Zukunft muss Facebook jedem Nutzer klarmachen, dass sein Name für Werbung verwendet werden kann. Und es muss jedem die Möglichkeit gegeben werden, das zu verhindern. Das hat der Konzern in einem gerichtlichen Vergleich zugestanden.

Fünf Nutzer hatten in Kalifornien Klage gegen Facebook eingereicht. Sie argumentierten, ihre Profile und Namen würden für Werbung im Rahmen sogenannter Sponsored Stories verwendet, ohne dass sie jemand um ihr Einverständnis gefragt habe. Auch gebe es keine Möglichkeit, dem zu widersprechen oder dafür bezahlt zu werden. Im Zweifel könnte ihnen sogar ein wirtschaftlicher Schaden entstehen, weil ihre Namen in Verbindung mit Produkten genannt werden.

Bei der Klage geht es um die sogenannten Sponsored Stories. Die sind durchaus umstritten, da für Nutzer nicht sofort erkennbar ist, dass es sich dabei um Werbung handelt. Das ist auch erwünscht. Botschaften von Menschen aus dem eigenen Netzwerk werden sehr viel eher wahrgenommen als offizielle Werbepostings von Firmen. Facebook verkauft diese "gesponserten Meldungen" daher teurer als konventionelle Anzeigen.

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Im Rahmen des Vergleichs hatte Facebook bereits insgesamt zehn Millionen Dollar Spenden an verschiedene Organisationen gezahlt. Doch dabei wurden auch für alle Nutzer relevante Neuerungen bei Facebook vereinbart.

Ab sofort Widerspruch möglich

In den inzwischen veröffentlichten Gerichtsunterlagen steht, Facebook-Nutzer müssen künftig Einfluss darauf haben, ob ihr Name zu Werbezwecken verwendet wird. Außerdem musste Facebook seine Datenschutzvorschriften aktualisieren. Im Statement of Rights and Responsibilities steht nun, dass jeder Nutzer sich als grundsätzlich einverstanden mit dieser Werbeform erklärt und wie er dieses Einverständnis im Zweifel einschränken kann.

In Punkt 10.1 heißt es: "Du kannst über deine Privatsphäre-Einstellungen einschränken, inwiefern dein Name und dein Profilbild mit kommerziellen, gesponserten oder verwandten Inhalten (wie z. B. einer Marke, die dir gefällt) verbunden werden können, die von uns zur Verfügung gestellt oder aufgewertet werden. Du erteilst uns die Erlaubnis, vorbehaltlich der von dir festgelegten Einschränkungen, deinen Namen und dein Profilbild in Verbindung mit diesen Inhalten zu verwenden."

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Sponsored Stories sind Werbung 
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hairetic 27. Jun 2012

"Gruppenzwang" ist lustig beim Thema Social Network. Natürlich kann man einzeln zu...

AsoraX 23. Jun 2012

Was ist daran neu? Diese Funktion steht den Facebook Usern bereits seit der einführung...

SaSi 23. Jun 2012

was soll so eine "social story" denn bringen? Klaus Müller ist bei Starbucks (iLike...

TC 23. Jun 2012

Ich bnuetz FB aus Deutschland, hab aber Sprache auf "English (Pirate)" da waren die...

TC 23. Jun 2012

https://www.facebook.com/settings?tab=ads&edited=platform https://www.facebook.com...



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