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Mehr Radaraugen für die Bundeswehr

Das System soll die bestehende Flotte der Bundeswehr ergänzen, die aus einer Handvoll Radarsatelliten besteht. Erste Aufnahmen könnten bereits ab Oktober 2026 vorliegen, möglicherweise auch früher. Ein Integration- und Testing-Center wird 2027 auf der norwegischen Insel Andøya in Betrieb genommen. Ein zweites Projekt in Zusammenarbeit mit dem deutschen Start-up Isar Aerospace beschäftigt sich mit Satellitenersatzmissionen, falls einzelne Satelliten ausfallen oder lahmgelegt werden.

Die Kritik an der Direktvergabe kommt nicht nur von internationalen Anbietern. Deutsche Weltraumunternehmen monieren die Kosten und das Fehlen eines offenen Wettbewerbs. Ein Chef eines konkurrierenden Unternehmens verwies darauf, dass das Projekt ursprünglich als Ausschreibung für Satellitendaten geplant war, nicht für Satelliten selbst. Andere kritisieren die Beschaffung als ungewöhnlich teuer. Die Bundeswehr scheint jedoch davon auszugehen, dass die militärischen Anforderungen und die kurze Zeitlinie einen anderen Weg nicht zulassen.

Bundeswehr mit Weltraum-Strategie

Das Spock-Projekt ist Teil einer umfassenden Weltraumoffensive der Bundesregierung. Die neu formulierte Weltraumsicherheitsstrategie, die im November 2025 vorgestellt wurde, befasst sich mit dem Schutz weltraumgestützter Dienste vor Bedrohungen, mit der Reduzierung von Abhängigkeiten bei Satellitennutzung und mit der Sicherung des Zugangs zum All. Ein 52-Milliarden-Euro-Rüstungspaket, das der Bundestag in dieser Woche beschließen soll, enthält neben dem Spock-Auftrag auch 200 neue Schützenpanzer vom Typ Puma und Mittel für die Vergrößerung der Bundeswehr.


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