SPNV: Ceské dráhy will akkubetriebene Elektrotriebzüge testen
Das tschechische Eisenbahnunternehmen České dráhy (ČD) plant den Einsatz von Elektrotriebzügen mit Akkus, so Railway Gazette(öffnet im neuen Fenster). Wie das Fachmagazin schreibt, plant die ČD den Einsatz der EMU-Garnituren (Electric Multiple Unit) zum Jahresende 2019. Dafür werden Regiopanter (Baureihe 650)(öffnet im neuen Fenster) von Škoda Transportation umgebaut. Die Züge können weiterhin am Fahrdraht fahren, überbrücken aber Strecken ohne Oberleitung mit Hilfe von Akkus. Die hierzulande übliche DB-Baureihe 650 ist nicht mit dem Škoda-Zug verwandt.
Insgesamt werden zwei Regiopanter im Raum Brno getestet, so Railway Gazette. Die ČD erhofft sich durch den Einsatz solcher Züge auf Strecken ohne Oberleitung eine Verbesserung der Zuverlässigkeit. Außerdem sollen sich die Fahrzeiten reduzieren. EMU-Einheiten sind in der Regel sehr viel sprintstärker als die langsam beschleunigenden DMUs, die auf solchen Strecken fahren. Škoda nutzt für den Test eine Technik, die bereits in den Straßenbahnfahrzeugen 28T Forcity Classic des Herstellers zum Einsatz kommt. Die schnellladefähigen Lithium-Titanat-Akkus werden auf dem Dach eines Steuerwagens einer Garnitur installiert.

Das Problem, nicht elektrifizierte Strecken mit alternativen Energieträgern befahrbar zu machen, versuchen viele Unternehmen zu lösen. Hierzulande machen vor allem Brennstoffzellenzüge Schlagzeilen. Im Rangierbereich kommen bei der Deutschen Bahn etwa auch akkubetriebene Hybrid-Rangierloks zum Einsatz.
Besonders mutig war die japanische Eisenbahngesellschaft JR East, die ebenfalls einen Elektrotriebwagen mit einem Akku betrieben hat. Dieser New Energy Train ging bereits im Jahr 2009 in den Testlinienbetrieb und führte letztendlich zum Erfolg(öffnet im neuen Fenster).
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