Splatoon Raiders: Verfügbarkeit und Fazit
Weniger gelungen sind die Dialoge in Kunstsprache zwischen den Einsätzen. Die deutsche Übersetzung der Untertitel ist zwar ordentlich, die Gespräche selbst wirken jedoch künstlich, überdreht und selten wirklich witzig. Außerdem sind sie häufig länger, als es der dünne Inhalt rechtfertigt. Die alberne Tonlage soll vermutlich charmant sein, wir fanden sie auf Dauer anstrengend.
Grafisch bleibt Splatoon Raiders dem typischen Nintendo-Stil treu. Die kräftigen Farben gefallen, manche Areale wirken allerdings etwas karg und funktional.
Technisch hinterließ das Spiel einen ausgereiften Eindruck. Während unseres Tests gab es keine auffälligen Bugs, keine Ruckler und keine Stellen, die unfertig wirkten. Auch Schwierigkeitsgrad und Missionsabläufe erschienen sauber abgestimmt.
Splatoon Raiders lässt sich kooperativ mit bis zu vier Spielern bestreiten. Viele Mechaniken, vor allem die großen Gegnerhorden und die Kombination verschiedener Ausrüstungsgegenstände, dürften im Team noch einmal anders funktionieren.
Wir haben den Koop-Modus allerdings nicht ausprobiert und können daher weder die Balance noch die langfristige Motivation im Multiplayer seriös beurteilen. Unser Eindruck bezieht sich ausschließlich auf das Solospiel.
Splatoon Raiders erscheint am 23. Juli 2026 exklusiv für Nintendo Switch 2. Die Download-Version(öffnet im neuen Fenster) kostet 50 Euro und belegt rund 13 GByte Speicherplatz. Die Sprachausgabe erfolgt nur in einer Kunstsprache. Von der USK erhielt der Titel eine Freigabe ab 12 Jahren.
Fazit
Splatoon Raiders fühlte sich anfangs deutlich sperriger an als erwartet. Kaum ein anderes Nintendo-Spiel der vergangenen Jahre hat seine Qualitäten für uns so spät entfaltet. Mit jeder neuen Waffe, jedem zusätzlichen Gadget und jeder abwechslungsreicheren Mission wuchs die Motivation jedoch.
Irgendwann wollten wir nach einem Einsatz regelmäßig doch noch einen weiteren spielen. Das Spiel entwickelt einen überraschend starken "Nur noch eine Mission"-Effekt. Besonders gefallen uns die wunderbar chaotischen Massenschlachten mit seltsamen Monstern und die vielen Loadout-Optionen.
Die schwache Geschichte, die albernen Dialoge und die vielen Zeitlimits kosten allerdings Punkte. Unterm Strich hat uns der ungewöhnliche Richtungswechsel trotzdem besser gefallen, als es der erste Eindruck vermuten ließ.
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