Spionagesoftware: Israelische Behörden überprüfen Pegasus-Hersteller NSO

War es eine Razzia oder eine freundliche Besichtigung? Der diplomatische Druck auf Israel wegen des Trojaner-Herstellers NSO zeigt offenbar Wirkung.

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Die NSO-Zentrale in Israel
Die NSO-Zentrale in Israel (Bild: Ayaka Kudo/Reuters)

Vertreter verschiedener israelischer Behörden haben die Geschäftsräume des Trojanerhersteller NSO Group inspiziert. Das teilte das israelische Verteidigungsministerium am 29. Juli 2021 auf Twitter mit. Es sei darum gegangen, die gegen das Unternehmen erhobenen Vorwürfe zu prüfen. NSO wies Medienberichte zurück, wonach es sich um eine Razzia gehandelt habe.

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Der Guardian zitierte einen NSO-Sprecher mit den Worten, dass das Unternehmen vorab von dem Besuch informiert worden sei. Die Beamten des Verteidigungsministeriums seien für die Überwachung kommerzieller Exporte von problematischer Software zuständig. "Das Unternehmen arbeitet in voller Transparenz mit den israelischen Behörden zusammen", hieß es.

Parallel zu der Inspektion besuchte Israels Verteidigungsminister Benny Gantz seine französische Amtskollegin Florence Parly in Paris. In Frankreich hatten die jüngsten Enthüllungen über die Spionagesoftware Pegasus für großes Aufsehen gesorgt. Staatschef Emmanuel Macron, sein früherer Premierminister und 14 Minister sollen im Jahr 2019 mögliche Ziele der Software gewesen sein. So soll eine von Macrons Mobilfunknummern auf einer Liste eines marokkanischen Sicherheitsdienstes für eine mögliche Ausspähung gestanden haben.

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Die Nummern der französischen Staatsspitze gehören zu einem Datensatz mit mehr als 50.000 Telefonnummern, die ein internationales Journalistenkonsortium gemeinsam mit den Organisationen Forbidden Stories und Amnesty International auswertete. Die Nummern sollen den Berichten zufolge offenbar von NSO-Kunden als potenzielle Ausspähziele ausgewählt worden sein. NSO hatte die Vorwürfe von Anfang an zurückgewiesen und einzelne Details aus den Berichten bestritten.

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