• IT-Karriere:
  • Services:

Spionagesoftware: Hacking Team von Unbekannten gehackt

Der italienische Hersteller von Spionagesoftware Hacking Team ist selbst Opfer eines Einbruchs geworden. Unbekannte haben mehr als 400 Gigabyte Daten gestohlen und im Internet veröffentlicht.

Artikel veröffentlicht am ,
Der Hersteller der Spionagesoftware Da Vinci ist selbst Opfer eines Hacks geworden.
Der Hersteller der Spionagesoftware Da Vinci ist selbst Opfer eines Hacks geworden. (Bild: Hacking Team)

Insgesamt 416 GByte Daten wollen Unbekannte vom italienischen Unternehmen Hacking Team erbeutet haben. Dabei soll es sich nicht nur um die komplette Kundenliste, sondern auch um interne E-Mails und über die Spionagesoftware erbeutete Daten handeln. Außerdem soll der Quellcode der Software namens Da Vinci in dem Datenfundus enthalten sein. Eine erste Auswertung zeigt: Hacking Team liegt im Streit mit der Uno über ein Exportverbot von Da Vinci in Drittländer, etwa in den Sudan.

  • Das Programm Remote Control System von Hacking Team kann Verbindungen zwischen Zielpersonen visualisieren. (Fotos: Hacking Team/The Intercept)
  • Für die Zielpersonen werden die unterschiedlichen Daten zentral gesammelt.
  • Die einzelnen Spähresultate wie Skype-Mitschnitte oder Screenshots lassen sich in einer Übersicht anzeigen.
  • Von A wie Adressbuch bis ...
  • ... U wie URL können einzelne Medien- und Dateitypen ausgelesen werden.
  • Die gängigen Betriebssysteme von PCs und Smartphones werden erfasst.
  • Die Ermittler können einzelne Exe-Dateien angeben, die beim Aufruf kompromittiert werden sollen.
  • Auf verschiedene Weise versucht RCS9, in geschützte WLAN-Netze einzudringen.
Das Programm Remote Control System von Hacking Team kann Verbindungen zwischen Zielpersonen visualisieren. (Fotos: Hacking Team/The Intercept)
Stellenmarkt
  1. dSPACE GmbH, Paderborn
  2. ZfP Südwürttemberg, Bad Schussenried

Die Unbekannten haben auch das Twitter-Konto des Unternehmens gekapert und posten darüber die Resultate ihres Einbruchs. Dort ist auch eine Kopie einer vermeintlichen E-Mail an die Uno, in der das Unternehmen bestreitet, seine Software könne als Waffe gesehen und somit nach dem Wassenaar-Abkommen nicht in den Sudan exportiert werden. Zu den weiteren Kunden sollen Saudi-Arabien, Oman, Mexiko und die Türkei zählen. Laut den veröffentlichten Unterlagen soll Chile dieses Jahr 2,85 Millionen US-Dollar für Softwarelizenzen ausgegeben haben. Das twitterte der unabhängige IT-Sicherheitsforscher Christopher Soghoian, der die Daten selbst begutachten konnte.

Umfassende Spionagesoftware

Die italienische Firma Hacking Team gilt neben Finfisher als bekanntester Hersteller von Spionagesoftware. Bereits im November 2014 hatte The Intercept Handbücher für dessen Software veröffentlicht und zeigte damit die Möglichkeiten der Überwachung auf. Damals habe Hacking Team dem Intercept versichert, nicht in Länder zu exportieren, die auf schwarzen Listen stünden oder die schwere Menschenrechtsverstöße ermöglichten. Hacking Team wollte damals aber keine Angaben dazu machen, welche Kunden nicht beliefert worden seien.

Mit Da Vinci überwacht werden können Anwendungen wie Skype, die Passwörter des Nutzers, Bildschirm, Tastatur, Kamera, Mikro und die geographische Position. Ein Mausmodul zeichnet beim Klicken kleine Ausschnitte um den Mauszeiger auf, um virtuelle Tastaturen auszulesen, die einen Keylogger umgehen sollen. Die gewonnenen Daten können so aufbereitet werden, dass Verbindungen zwischen überwachten Personen deutlich werden. Offenbar enthalten die jetzt veröffentlichen Daten auch solche, die von Hacking-Team-Kunden beim Unternehmen ausgelagert wurden.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Top-Angebote
  1. (aktuell u. a. Death Stranding PS4 für 39,99€ und PS4-Controller verschiedene Farben für 42...
  2. 27,99€ (ohne Prime oder unter 29€ zzgl. Versand)
  3. 27,99€ (ohne Prime oder unter 29€ zzgl. Versand)
  4. 91,99€

TorrentRefurbished 20. Jul 2015

Es gibt eine gepackte Version von dem Hacking Team Leak, 250 statt 400GB und ein Torrent...

der_wahre_hannes 07. Jul 2015

Bei euch ist die Backdoor doch Pflichtprogramm. :P

v3nd3774 07. Jul 2015

Mit dem Spionage Tool Da Vinci wurde zu 90 % warscheinlichkeit der Europäische Trojaner...

Anonymer Nutzer 06. Jul 2015

Messi is the best...

firstwastheblub 06. Jul 2015

Einfach mal eintippen was dort steht http://boards.4chan.org/g/thread/48862279...


Folgen Sie uns
       


Eigene Deep Fakes mit DeepFaceLab - Tutorial

Wir zeigen im Video, wie man mit DeepFaceLab arbeitet.

Eigene Deep Fakes mit DeepFaceLab - Tutorial Video aufrufen
Videoüberwachung: Kameras sind überall, aber nicht überall erlaubt
Videoüberwachung
Kameras sind überall, aber nicht überall erlaubt

Dass Überwachungskameras nicht legal eingesetzt werden, ist keine Seltenheit. Ob aus Nichtwissen oder mit Absicht: Werden Privatsphäre oder Datenschutz verletzt, gehören die Kameras weg. Doch dazu müssen sie erst mal entdeckt, als legal oder illegal ausgemacht und gemeldet werden.
Von Harald Büring

  1. Nach Attentat Datenschutzbeauftragter kritisiert Hintertüren in Messengern
  2. Australien IT-Sicherheitskonferenz Cybercon lädt Sprecher aus
  3. Spionagesoftware Staatsanwaltschaft ermittelt nach Anzeige gegen Finfisher

Core i9-10980XE im Test: Intel rettet sich über den Preis
Core i9-10980XE im Test
Intel rettet sich über den Preis

Nur wenige Stunden vor AMDs Threadripper v3 veröffentlicht Intel den i9-10980XE: Der hat 18 Kerne und beschleunigt INT8-Code für maschinelles Lernen. Vor allem aber kostet er die Hälfte seines Vorgängers, weil der günstigere Ryzen 3950X trotz weniger Cores praktisch genauso schnell ist.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Prozessoren Intel meldet 14-nm-Lieferprobleme
  2. NNP-T und NNP-I Intel hat den T-1000 der künstlichen Intelligenz
  3. Kaby Lake G Intels AMD-Chip wird eingestellt

Apex Pro im Test: Tastatur für glückliche Gamer und Vielschreiber
Apex Pro im Test
Tastatur für glückliche Gamer und Vielschreiber

Steelseries bietet seine mechanische Tastatur Apex 7 auch als Pro-Modell mit besonderen Switches an: Zum Einsatz kommen sogenannte Hall-Effekt-Schalter, die ohne mechanische Kontakte auskommen. Besonders praktisch ist der einstellbare Auslösepunkt.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Bluetooth und Ergonomic Keyboard Microsoft-Tastaturen kommen nach Deutschland
  2. Peripheriegeräte Microsofts neue Tastaturen haben Office- und Emoji-Tasten
  3. G Pro X Gaming Keyboard Logitech lässt E-Sportler auf austauschbare Tasten tippen

    •  /