Abo
  • Services:
Anzeige
Über ein UEFI-Rootkit kann Hacking Teams Spionagesoftware nachinstalliert werden.
Über ein UEFI-Rootkit kann Hacking Teams Spionagesoftware nachinstalliert werden. (Bild: Trend Micro)

Spionagesoftware: Hacking Team nutzt UEFI-Rootkit

Über ein UEFI-Rootkit kann Hacking Teams Spionagesoftware nachinstalliert werden.
Über ein UEFI-Rootkit kann Hacking Teams Spionagesoftware nachinstalliert werden. (Bild: Trend Micro)

Um seine Spionagesoftware permanent auf dem Rechner eines Opfers zu platzieren, nutzt das Hacking Team offenbar auch ein UEFI-Rootkit. Damit lässt sich der Trojaner auch nach einer Neuinstallation des Betriebssystems wieder nutzen.

Anzeige

Im veröffentlichten Datenfundus des Hacking Teams haben mehrere Experten ein UEFI-Rootkit entdeckt. Darüber soll die Spionagesoftware des italienischen Unternehmens auch nach einer Neuinstallation des Betriebssystems wieder auf dem Rechner eines Opfers installiert werden können.

Laut einer Analyse des Antivirenherstellers Trend Micro besteht das Rootkit aus drei Komponenten: Ntfs.mod, Rkloader.mod und dropper.mod. Ntfs.mod sorgt für den Zugriff auf die von Windows verwendeten NTFS-Partitionen. Diese Komponente hatte der Linux-Entwickler und UEFI-Experte Matthew Garrett bereits kurz nach der Veröffentlichung des Datenfundus des Hacking Teams entdeckt. Ein Teil des Codes stammt offenbar aus bereits vorhandenen Open-Source-Treibern und wurde selbst unter der GPL veröffentlicht.

Drei Komponenten laden Spionagesoftware nach

Rkloader.mod wiederum lädt das NTFS-Modul und die dritte Komponente Dropper.mod. Darin sind die beiden Dateien Scout.exe und Soldier.exe, die Teil des Remote Component Systems (RCS) sind, der Spionagesoftware des Hacking Teams. Installiert wird dann die Komponente Scout.exe, die laut Trend Micro die Spionagesoftware im Debug-Modus startet.

In der Knowledgebase des Hacking Teams heißt es in einem Eintrag vom 11. März 2015, die Installation des Rootkits sei nur auf einem Asus X550C und einem Dell Latitude E6320 getestet worden. Dort wird eine automatische Installation von einem USB-Stick aus beschrieben. Das Hacking Team weist darauf hin, dass Secure Boot ausgeschaltet werden müsse, damit die Installation klappe.

Das Rootkit sei speziell für das Bios des Herstellers Insyde entwickelt worden, schreibt Trend Micro. Das Insyde-Bios sei weitverbreitet. Außerdem geht Trend Micro davon aus, dass das Rootkit sich auch auf Bios-Versionen von AMI nutzen lasse. Dort wird auch eine komplexere Installationsmethode beschrieben - etwa dass ein Angreifer das bestehende Bios auslese und durch ein manipuliertes ersetze. Beide Angriffsvektoren benötigen physischen Zugang zu dem Rechner eines Opfers. Trend Micro könne aber nicht ausschließen, dass das Rootkit auch über das Netzwerk manipuliert werden könne. Neben der Aktivierung von Secure Boot sollte deshalb auch ein Bios-Passwort gesetzt werden.


eye home zur Startseite
logged_in 10. Dez 2015

dass unsere Regierung die unterstützt. Nichts gegen vom BND selbsgebackene Rootkits, aber...

Mik30 17. Jul 2015

Du hast keine Ahnung wovon du redest. 1. Flash Chips werden Blockweise (typisch 32K...

manawyrm 17. Jul 2015

EEPROMs sind das leider schon sehr lange nicht mehr. Ja, früher gab es mal eine seperate...

FreiGeistler 15. Jul 2015

Kompatibilität sicherstellen. Was zwischen unterschiedlichen Mainboards heute+/- 10...

spiderbit 15. Jul 2015

Ja werde ich und wenn sich irgendwo was besseres auf tut bin ich sofort weg. Nur durch...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. über Hays AG, Baden-Württemberg
  2. Robert Bosch GmbH, Abstatt
  3. Robert Bosch GmbH, Stuttgart-Feuerbach
  4. MEIERHOFER AG, München, Passau, Leipzig, Berlin


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 69,99€ (Vorbesteller-Preisgarantie)
  2. ab 129,99€ (Vorbesteller-Preisgarantie)

Folgen Sie uns
       


  1. Elektroauto

    VW testet E-Trucks

  2. Telekom

    IP-Umstellung wird auch bei Geschäftskunden durchgesetzt

  3. Linux-Hardening

    Grsecurity nicht mehr für alle verfügbar

  4. Spracheingabe

    Nuki-Smart-Lock lässt sich mit Alexa öffnen

  5. Mediendienste-Richtlinie

    Youtuber sollen keine Schleichwerbung mehr machen dürfen

  6. Hannover Messe und Cebit

    Die Deutsche Bahn ärgert Messebesucher

  7. LTE

    Australien setzt auf Fixed Wireless mit 1 GBit/s

  8. Ultrastar He12

    HGST liefert seine 12-Terabyte-Festplatte aus

  9. Windows 10 Mobile

    Creators Update für Smartphones wird verteilt

  10. Europa

    700-MHz-Band soll Mobilfunk verbessern



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Hate-Speech-Gesetz: Regierung kennt keine einzige strafbare Falschnachricht
Hate-Speech-Gesetz
Regierung kennt keine einzige strafbare Falschnachricht
  1. Neurowissenschaft Facebook erforscht Gedanken-Postings
  2. Rundumvideo Facebooks 360-Grad-Ballkamera nimmt Tiefeninformationen auf
  3. Spaces Facebook stellt Beta seiner Virtual-Reality-Welt vor

Quantenphysik: Im Kleinen spielt das Universum verrückt
Quantenphysik
Im Kleinen spielt das Universum verrückt

OWASP Top 10: Die zehn wichtigsten Sicherheitsrisiken bekommen ein Update
OWASP Top 10
Die zehn wichtigsten Sicherheitsrisiken bekommen ein Update
  1. Malware Schadsoftware bei 1.200 Holiday-Inn- und Crowne-Plaza-Hotels
  2. Zero Day Exploit Magento-Onlineshops sind wieder gefährdet
  3. Staatstrojaner Office 0-Day zur Verbreitung von Finfisher-Trojaner genutzt

  1. Re: Golem-Redakteur ohne DB-App?

    johnripper | 19:33

  2. Re: ..wird also wie gehabt weitergenutzt..

    Svenismus | 19:31

  3. Re: Totes Pferd bekommt neue Sauerstofflasche

    raskani | 19:30

  4. Re: T-Com Voip kränkelt bis heute...

    google_peace | 19:28

  5. Re: Meione Erfahrugn zeigt, das es nicht reicht...

    Neuro-Chef | 19:26


  1. 18:20

  2. 18:20

  3. 18:05

  4. 17:46

  5. 17:20

  6. 17:01

  7. 16:37

  8. 16:14


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel