Spionagesoftware: Drohnen sollen Geräte aus der Luft infizieren

Schnüffelsoftware aus der Luft: Geht es nach den Plänen des Hacking Teams und der Boeing-Tochter Insitu, sollen auch Drohnen künftig Spionagesoftware verteilen.

Artikel veröffentlicht am ,
Die Boeing-Tochter Insitu will mit dem Hacking Team Spionagesoftware per Drohne verteilen.
Die Boeing-Tochter Insitu will mit dem Hacking Team Spionagesoftware per Drohne verteilen. (Bild: Insitu, Screenshot: Golem.de)

Die Idee stammt von der Boeing-Tochter Insitu: Ihre Drohnen sollen künftig nicht nur überwachen, sondern auch Überwachungssoftware verteilen können. Insitu kontaktierte das Hacking Team im April 2015 mit einer entsprechenden Anfrage, wie The Intercept berichtet. Einem Sitzungsprotokoll vom Juni 2015 zufolge will das Hacking Team dafür eine angepasste Version seiner Schnüffelsoftware erarbeiten.

Stellenmarkt
  1. IT Project Manager (m/w/d) Business Applications
    SICK AG, Waldkirch
  2. Dozent*in Mathematik für Informatik
    Hochschule Luzern, Luzern (Schweiz)
Detailsuche

Insitu setzt beim Hacking Team auf dessen Expertise beim Infiltrieren von WLANs. Das US-Unternehmen suche nach einer Möglichkeit, das Galileo-System des Hacking Teams in seine Systeme für unbemannte Drohnen zu integrieren.

Insitu entwickelt Drohnen zur Überwachung für das US-Militär und Strafverfolgungsbehörden. Auch andere Länder gehören zu ihren Kunden, darunter Singapur und Malaysia. Insitu wirbt mit seinem Beitrag zur Bekämpfung der Pflanzenart Chromolaena odorata, die in Asien als aggressiv invasiver Neophyt gilt.

Drohnen sollen Netzwerke hacken

Das Hacking Team soll eine passende Version seines Tactical Network Injectors (TNI) entwickeln, die sich in die Firmware der Drohnen integrieren lässt. Darüber soll dann in ungeschützten WLANs die Spionagesoftware des Hacking Teams auf Geräte von Zielpersonen installiert werden. Mit auf der Agenda des Hacking Teams im Juni 2015 standen die Entwicklung eines Mini- und eines Micro-TNIs sowie eine ressourcenschonendere Variante der bisherigen Version. Das Ziel: Sie soll in eine Drohne integriert werden.

Golem Akademie
  1. Linux-Shellprogrammierung: virtueller Vier-Tage-Workshop
    8.–11. März 2022, Virtuell
  2. Unreal Engine 4 Grundlagen: virtueller Drei-Tage-Workshop
    28. Februar–2. März 2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Der Hacking-Team-Mitarbeiter Marco Valleri war einer der beiden Gründer des Ettercap-Projekts. Mit der Open-Source-Software lässt sich Netzwerkverkehr nicht nur aktiv mitschneiden, sie kann auch für Man-in-the-Middle-Angriffe genutzt werden.

Interessant sind auch die Auflagen, die das Hacking Team von seinen Kunden fordert. Neben einem NDA müssen Drittanbieter dafür sorgen, dass die Software des Hacking Teams nur an Regierungseinrichtungen weitergegeben werden darf.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Framework Laptop im Hardware-Test
Schrauber aller Länder, vereinigt euch!

Der modulare Framework Laptop ist ein wahrgewordener Basteltraum. Und unsere Begeisterung für das, was damit alles möglich ist, lässt sich nur schwer bändigen.
Ein Test von Oliver Nickel und Sebastian Grüner

Framework Laptop im Hardware-Test: Schrauber aller Länder, vereinigt euch!
Artikel
  1. FTTH: Liberty Network startet noch mal in Deutschland
    FTTH
    Liberty Network startet noch mal in Deutschland

    Das erste FTTH-Projekt ist gescheitert. Jetzt wandert Liberty von Brandenburg nach Bayern an den Starnberger See.

  2. 5.000 Dollar Belohnung: Elon Musk wollte Twitter-Konto von 19-Jährigem stilllegen
    5.000 Dollar Belohnung
    Elon Musk wollte Twitter-Konto von 19-Jährigem stilllegen

    Tesla-Chef Elon Musk bot einem US-Teenager jüngst angeblich 5.000 US-Dollar, damit der seinen auf Twitter betriebenen Flight-Tracker einstellt.

  3. Let's Encrypt: Was Admins heute tun müssen
    Let's Encrypt
    Was Admins heute tun müssen

    Heute um 17 Uhr werden bei Let's Encrypt Zertifikate zurückgezogen. Wir beschreiben, wie Admins prüfen können, ob sie betroffen sind.
    Eine Anleitung von Hanno Böck

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • RTX 3080 12GB 1.499€ • iPhone 13 Pro 512GB 1.349€ • DXRacer Gaming-Stuhl 159€ • LG OLED 55 Zoll 1.149€ • PS5 Digital mit o2-Vertrag bestellbar • Prime-Filme für je 0,99€ leihen • One Plus Nord 2 335€ • Intel i7 3,6Ghz 399€ • Alternate: u.a. Sennheiser Gaming-Headset 169,90€ [Werbung]
    •  /