Spionagesoftware: Amazon schaltet Infrastruktur für NSO Group ab

Der Trojaner-Hersteller NSO hat vorübergehend Dienste von Amazon genutzt. Damit ließ sich die Infrastruktur der Spionagesoftware verschleiern.

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Die NSO Group ist kein Kunde von AWS mehr.
Die NSO Group ist kein Kunde von AWS mehr. (Bild: Chris Helgren/Reuters)

Der US-Clouddienste-Anbieter Amazon Web Services (AWS) hat seine Geschäfte mit dem israelischen Trojanerhersteller NSO Group beendet. Die Infrastruktur und Konten des Unternehmens seien abgeschaltet worden, teilte AWS auf Anfrage des US-Portals Motherboard mit und bestätigte damit Angaben von Amnesty International. Am 18. Juli 2021 hatten Medien in einer internationalen Recherchekooperation darüber berichtet, dass mit Hilfe der NSO-Spionagesoftware Pegasus Hunderte Menschenrechtsaktivisten, Journalisten und Anwälte weltweit ausgespäht worden sein könnten.

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In einer am selben Tag von Amnesty International veröffentlichten Analyse zum Auffinden der Spionagesoftware auf Smartphones heißt es unter anderem: "Das Telefon sendete Informationen über das Gerät einschließlich des Modells 9,1 (iPhone 7) und der iOS-Build-Nummer 18C66 (Version 14.3) an einen Service von Amazon Cloudfront, was darauf hindeutet, dass die NSO Group in den vergangenen Monaten auf AWS-Services umgestiegen ist."

Nachdem AWS von Amnesty über diese Nutzung im Mai 2021 informiert worden war, zog das Unternehmen die Konsequenzen und hat nach eigenen Angaben "schnell gehandelt, um die betroffene Infrastruktur und die Konten abzuschalten". Amazon Cloudfront ist ein sogenanntes Content Delivery Netword (CDN) wie beispielsweise Cloudflare oder Akamei. Damit können Webdienste ihre Inhalte schneller ausliefern.

Im Falle von NSO dürfte es aber eher dazu dienen, die Herkunft des tatsächlichen Diensteanbieters zu verschleiern. "Die Nutzung von Cloud-Diensten schützt die NSO Group vor einigen Scanning-Techniken im Internet", schreibt Amnesty.

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