Spionagesatellit: Erfolgreicher Start von Bundeswehr-Satelliten Sarah-1

Die Bundeswehr hat mithilfe von SpaceX seinen Aufklärungssatelliten Sarah-1 ins Weltall befördert. Zwei weitere Satelliten sollen folgen.

Artikel veröffentlicht am , Patrick Klapetz
Die drei neuen Sarah-Satelliten bestehen aus zwei Reflektor-Satelliten und einem Phased-Array-Satelliten.
Die drei neuen Sarah-Satelliten bestehen aus zwei Reflektor-Satelliten und einem Phased-Array-Satelliten. (Bild: OHB)

Am 18. Juni hat die deutsche Bundeswehr ihren ersten von drei neuen Aufklärungssatelliten in den Weltraum befördern lassen. Der Sarah-1-Satellit wurde von dem privaten Raumfahrtunternehmen SpaceX an Bord seiner Falcon-9-Trägerrakete erfolgreich in den erdnahen Orbit befördert. Gestartet ist das Unternehmen von dem US-amerikanischen Luftwaffenstützpunkt Vandenberg Space Force Base in Kalifornien.

Der Satellit ist ein Radar-Aufklärungssatellit, der von Airbus Defense and Space gebaut und von der Bundeswehr betrieben wird. Der Satellit soll die in die Jahre gekommene SAR-Lupe-Konstellation ersetzen. Die ersten drei Buchstaben sind ein Akronym und stehen für Synthetic-Aperture-Radartechnik (synthetische Apertur-Radartechnik , kurz: SAR). Das alte System besteht seit 2006 und wurde damals noch von einer russischen Kosmos-3M-Trägerraketen ins All befördert.

Hochauflösende Spionagebilder aus dem Weltraum

Zur Energieversorgung ist Sarah-1 mit Solarzellen und Batterien ausgestattet, um den Satelliten mit Energie zu versorgen. Welche Art von Antrieb der Satellit verwendet, ist nicht bekannt. Er ist mit einer aktiven phasengesteuerten Array-Antenne ausgestattet und soll hochauflösende Bilder der Erdoberfläche liefern - unabhängig von aktuellen Wetter- und Lichtverhältnissen soll es Objekte ab einer Größe von 50 Zentimetern erkennen.

Damit die hochauflösende und neuste Radartechnologie noch bessere Bilder liefern kann, werden zwei weitere Satelliten voraussichtliche Ende 2022 ins Weltall geschickt. Sarah-2 und Sarah-3 werden dafür mit zwei Reflektor-Antennen ausgestattet sein. Die Erdoberfläche soll mithilfe von elektromagnetischen Wellen abgetastet und zweidimensional dargestellt werden. Anschließend wandelt ein Computerprogramm die Daten in verständliche Informationen um.

Zudem besteht das Aufklärungssystem, das eigentlich bereits seit 2018 in Betrieb sein sollte, aus zwei Bodenstationen. Neben dem Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) darf auch der Bundesnachrichtendienst die Daten der Sarah-Konstellation nutzen.

Das System soll mindestens 10 Jahre lang Daten liefern und weltweit zur Krisenfrüherkennung und Krisenbewältigung beitragen.

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