Spionagekamera: Bundesnetzagentur geht gegen Käufer versteckter Kameras vor

Es ist verboten, WLAN-Kameras anzubieten, die in Alltagsgegenständen wie Feuerzeugen oder Powerbanks versteckt sind. Die Bundesnetzagentur geht jetzt gegen solche Angebote und die Käufer vor.

Artikel veröffentlicht am ,
Spionage-Kamera bei eBay
Spionage-Kamera bei eBay (Bild: Spionage-Kamera bei eBay)

Die Bundesnetzagentur ist in den vergangenen Wochen in rund 70 Fällen gegen sogenannte verbotene Spionagekameras vorgegangen. Das gab die Behörde am 25. April 2016 bekannt. Dies seien zum großen Teil "WLAN-fähige Kameras, die einen anderen Gegenstand vortäuschten oder mit Gegenständen des täglichen Gebrauchs verkleidet waren."

Stellenmarkt
  1. Mitarbeiter Qualitätssicherung Softwareentwicklung Sozialwesen (m/w/d)
    Anstalt für Kommunale Datenverarbeitung in Bayern (AKDB), München
  2. IT Projektleitung (w/m/d) Informationssicherheit
    Hessische Zentrale für Datenverarbeitung, Wiesbaden
Detailsuche

Nur versteckte Kameras mit Funk-Modul sind von dem Verbot betroffen. Behördensprecher Olaf Peter Eul sagte Golem.de auf Anfrage: "Entscheidend ist gemäß dem TKG, dass es sich um eine Sendeanlage handelt; WLAN gehört dazu, aber es sind auch andere Funkverbindungen, Bluetooth und so weiter denkbar; eine Kabelverbindung hingegen gehört nicht dazu."

Nach den Worten von Behördenchef Jochen Homann ist es besonders beliebt, "diese Kameras in Uhren, Rauchmeldern oder Lampen zu verstecken. Aber auch Pop-Art-Blumen oder Powerbanks dienen als Verkleidung."

Nach Paragraf 90 Telekommunikationsgesetz (TKG) ist es verboten, Sendeanlagen zu besitzen, zu vertreiben oder herzustellen, die mit Gegenständen des täglichen Gebrauchs verkleidet sind und aufgrund dieser Umstände in besonderer Weise geeignet und dazu bestimmt sind, das Bild eines anderen von diesem unbemerkt aufzunehmen.

Pflicht, die Geräte zu vernichten

Golem Karrierewelt
  1. ITIL 4® Foundation: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    27./28.06.2022, virtuell
  2. Go für Einsteiger: virtueller Zwei-Tages-Workshop
    25./26.07.2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

"Wir gehen daher entschlossen gegen alle Beteiligten wie Hersteller, Verkäufer und Käufer dieser Kameras vor", sagte Homann. Die Angebote seien oft in Onlineshops zu finden.

Wird die Bundesnetzagentur auf solche Angebote aufmerksam, würden die Plattformbetreiber zur Löschung des Angebots aufgefordert. Dann werde ein Verwaltungsverfahren eingeleitet, um den Vertrieb zu unterbinden. Zudem müssen die Käufer der versteckten Kameras benannt werden. Von den Verkäufern und Käufern wird dann von der Bundesnetzagentur die Vernichtung der Gegenstände verlangt. Ein Nachweis wie eine Bescheinigung für Abfallentsorgung muss vorgelegt werden.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Mett 28. Apr 2016

Du rülpst hier deinerseits unbelegte Thesen ins Forum und andere sollen dann ihren...

der_wahre_hannes 26. Apr 2016

Dann ist eben das Verstecken der GoPro in "nen Ordner Rücken" nicht erlaubt. Die GoPro...

Staschi 26. Apr 2016

Hat jemand Verwandte in Russland?? Ich ja und ich wurde gefragt warum hier keine Junkies...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Franziska Giffey
Deepfake von Klitschko täuscht Berlins Bürgermeisterin

Berlins Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) hat per Videokonferenz mit einem Deepfake von Vitali Klitschko gesprochen. Der Betrug flog auf.

Franziska Giffey: Deepfake von Klitschko täuscht Berlins Bürgermeisterin
Artikel
  1. Datenpanne: IT-Mitarbeiter verliert USB-Stick mit Meldedaten einer Stadt
    Datenpanne
    IT-Mitarbeiter verliert USB-Stick mit Meldedaten einer Stadt

    Die Tasche mit dem USB-Stick wurde über ein in ihr ebenfalls enthaltenes Smartphone geortet und gefunden.

  2. Logistik: Post will mit Solarschiff Pakete in Berlin verteilen
    Logistik
    Post will mit Solarschiff Pakete in Berlin verteilen

    Die Post will Pakettransporte von der Straße aufs Wasser verlagern. Das erste der Schiffe wird mit Solarstrom betrieben. In Zukunft sollen sie autonom fahren.

  3. Qualitätsprobleme: VW muss ID.Buzz-Produktion wegen Akkufehlern stoppen
    Qualitätsprobleme
    VW muss ID.Buzz-Produktion wegen Akkufehlern stoppen

    Qualitätsprobleme mit dem Akku des Volkswagen ID. Buzz sorgen für einen Produktionsstopp. Schuld soll eine Akkuzelle eines neuen Lieferanten sein.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • MSI 323CQRDE (WQHD, 165 Hz) 399€ • LG OLED 48C17LB 919€ • Samsung 980 PRO (PS5-komp.) 2 TB 234,45€ • Apple HomePod Mini 84€ • 16.000 Artikel günstiger bei Media Markt • MindStar (u. a. AMD Ryzen 7 5700G 239€, Samsung 970 EVO Plus 250 GB 39€ und Corsair Crystal 680X RGB 159€) [Werbung]
    •  /