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Spionagegefahr: Bundesnetzagentur verbietet GPS-Tracker mit Abhörfunktion

Gegen einfache Ortungsgeräte hat die Bundesnetzagentur nichts einzuwenden. Doch in Kombination mit Mikrofonen sieht sie darin unzulässige Sendeanlagen.

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Computernutzer (Symbolbild)
Computernutzer (Symbolbild) (Bild: Kacper Pempel/Reuters)

Die Bundesnetzagentur will gezielt gegen den Handel und Verkauf von Ortungsgeräten mit Abhörfunktion vorgehen. "Immer häufiger werden GPS-Tracker zum Orten von Personen eingesetzt, oft auch von Kindern. Wenn diese zugleich über ein Mikrofon verfügen und mit ihnen Gespräche unbemerkt mitgehört werden können, handelt es sich um eine verbotene Sendeanlage", sagte der Präsident der Bundesnetzagentur, Jochen Homann. Um die Privatsphäre von abgehörten Personen zu schützen, will die Bonner Regulierungsbehörde ihrer Mitteilung zufolge die Geräte nun aus dem Verkehr ziehen.

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Die Bundesnetzagentur beruft sich dabei auf Paragraf 90 des Telekommunikationsgesetzes (TKG). Demnach ist es verboten, "Sendeanlagen oder sonstige Telekommunikationsanlagen zu besitzen, herzustellen, zu vertreiben, einzuführen oder sonst in den Geltungsbereich dieses Gesetzes zu verbringen, die ihrer Form nach einen anderen Gegenstand vortäuschen oder die mit Gegenständen des täglichen Gebrauchs verkleidet sind und auf Grund dieser Umstände oder auf Grund ihrer Funktionsweise in besonderer Weise geeignet und dazu bestimmt sind, das nicht öffentlich gesprochene Wort eines anderen von diesem unbemerkt abzuhören oder das Bild eines anderen von diesem unbemerkt aufzunehmen".

Käufer sollen Geräte vernichten

Das bedeutet, dass sich nicht nur Hersteller und Händler, sondern auch die Besitzer der Geräte strafbar machen. Sollte es daher Razzien bei Händlern geben und die Behörden an die Adressen von Käufern gelangen, drohen diesen ebenfalls Konsequenzen. Die Käufer werden der Mitteilung zufolge dann aufgefordert, "das Gerät zu vernichten und einen Nachweis an die Bundesnetzagentur zu senden". Das sollten auch die Besitzer der Geräte tun.

Solche GPS/GSM-Tracker mit Abhörfunktion kosten in einschlägigen Online-Shops zwischen 150 und 200 Euro. Der Bundesnetzagentur zufolge kann die Abhörfunktion "grundsätzlich jeder aktivieren, der Kenntnis von der Telefonnummer der SIM-Karte des GPS-/GSM-Trackers hat".

Die Bundesnetzagentur hatte im Februar 2017 bereits die smarte Puppe Cayla als "verbotene Sendeanlage" eingestuft und deren Vertrieb untersagt. Auch in diesem Fall hatte die Behörde von den Besitzern einen Vernichtungsnachweis gefordert. Im November 2017 verbot sie den Verkauf von Kinderuhren mit Abhörfunktion.

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meikeoltmann 16. Apr 2018

....meines Wissens verwies schon der Bundesgerichtshof aus einem Urteil aus dem Juni...

Captain 09. Apr 2018

Und wie die Software Legasthenie Probleme hat ;-)

danceboytm 06. Apr 2018

Also bei den einschlägigen Seiten aus China kostet so ein Ding 10-20$. Der...

msdong71 06. Apr 2018

Stand letztens auf heise und ist meine ich auch in der aktuellen ct das bei diesen uhren...


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