Spionageangriffe erkannt: Apple warnt iPhone-Nutzer in 100 Ländern vor Spyware

Apple hat eine Spyware-Warnung an unzählige betroffene Nutzer auf der ganzen Welt herausgegeben. Das berichtet Techcrunch(öffnet im neuen Fenster) unter Verweis auf Angaben von Betroffenen – darunter ein italienischer Journalist namens Ciro Pellegrino, der selber eine solche Meldung erhalten hat(öffnet im neuen Fenster) , die vor einem Angriff auf sein iPhone mit einer Spionagesoftware warnt.
Der Warnmeldung zufolge ist Pellegrino kein Einzelfall. Nutzer aus 100 Ländern sollen kürzlich eine entsprechende Spyware-Warnung erhalten haben.
Auch eine niederländische Aktivistin namens Eva Vlaardingerbroek erhielt die Warnung, wie sie in einem Videobeitrag auf X(öffnet im neuen Fenster) darlegte und mit Screenshots dokumentierte. Der Spionageangriff wurde demnach auch auf ihrem iPhone festgestellt.
Gezielte Angriffe gegen bestimmte Personen
Wer genau hinter den Angriffen steckt und um welche Spionagesoftware es sich handelt, ist für Betroffene in der Regel kaum nachvollziehbar. Apple verwies in der Warnung lediglich beispielhaft auf den von der NSO Group entwickelten Staatstrojaner Pegasus .
Ein bekannter Vertreter dieser Malwaregattung ist Intellexas Predator . Doch es gibt noch zahlreiche weitere .
Apple betonte in seiner Meldung, dass Attacken mit derartiger Spyware üblicherweise "Millionen von Dollar" kosteten und daher in der Regel nur sehr gezielt gegen wenige bestimmte Personen eingesetzt würden – "aufgrund dessen, wer Sie sind oder was Sie tun" . Meist richten sich solche Angriffe gegen bestimmte Personengruppen mit hohem Einfluss oder Bekanntheitsgrad wie etwa Journalisten oder Politiker.
Schon im vergangenen Jahr warnte Apple Nutzer aus verschiedenen Regionen vor Spyware-Angriffen. Eine Meldung im April 2024 ging bei iPhone-Nutzern aus 92 Ländern ein, im Juli 2024 wurden sogar betroffene Nutzer aus 98 Ländern gewarnt.
Insgesamt stellte Apple nach eigenen Angaben mittlerweile Nutzern aus über 150 Ländern entsprechende Warnungen zu. Die genaue Anzahl der betroffenen Anwender teilte der Konzern allerdings nicht mit.