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Spionageaktion: Nato-Transportwege mit gehackten Kameras ausgespäht

In einer gezielten Operation soll Russland IP-Kameras von Privatpersonen gehackt haben, um militärische Transportrouten auszuspähen.
/ Mike Faust
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Unzureichend geschützte IP-Kameras sind ein Sicherheitsrisiko. (Bild: Pexels / Jakub Zerdzicki)
Unzureichend geschützte IP-Kameras sind ein Sicherheitsrisiko. Bild: Pexels / Jakub Zerdzicki

Russland soll sich in einer großangelegten Spionageaktion Zugriff auf private, internetfähige Kameras (IP-Kameras) verschafft haben, um damit Truppenbewegungen der Nato zu überwachen. Wie der britische Telegraph berichtet(öffnet im neuen Fenster), wurde die Aktion vom niederländischen In- und Auslandsgeheimdienst AIVD sowie dem militärischen Nachrichten- und Sicherheitsdienst MIVD aufgedeckt.

Die Ermittlungen der Geheimdienste sollen ergeben haben, dass sich mit Russland in Verbindung stehende Hacker Zugriff auf IP-Kameras von Privatleuten und Unternehmen verschafft haben, deren Standorte entlang von militärischen Transportrouten liegen. Betroffen sollen europäische Nato-Mitgliedsstaaten und die Ukraine sein.

Weiter heißt es, dass viele der betroffenen Kameras unzureichend gesichert waren, da Nutzer oft Standardpasswörter beibehalten, die Firmware nicht aktualisieren oder unsichere Standardkonfigurationen verwenden. Hinzu kommt, dass die Kameras durch billige Importangebote und flächendeckendes Internet mittlerweile sehr weit verbreitet sind.

IP-Kameras werden zum Sicherheitsrisiko

In militärischen Auseinandersetzungen und Geheimdienstoperationen treten IP-Kameras immer wieder als Quelle von Informationen über den Gegner auf. So wurde Anfang Juni 2026 bekannt, dass Russland Überwachungskameras vom Internet trennen will, weil diese als Sicherheitsrisiko eingeschätzt werden.

Bei der Tötung von Ali Chamenei sollen ebenfalls gehackte Überwachungskameras im Iran eine entscheidende Rolle bei dessen Überwachung gespielt haben und auch iranische Hacker sollen auf private Überwachungskameras in Israel zugegriffen haben.

Laut einem Bericht vom Juni 2025 entdeckten Forscher mehr als 40.000 Sicherheitskameras, die frei zugänglich mit dem Internet verbunden sind. Die meisten dieser Kameras wurden in den USA entdeckt, gefolgt von Japan, Österreich, Tschechien und Südkorea. Deutschland folgte auf Platz 6.


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