Spionage: USA werfen Russland offiziell Wahl-Hacking vor

Es ist ein Novum: Die USA werfen Russland erstmals offiziell vor, die Wahl in den Vereinigten Staaten durch Hackerangriffe beeinflussen zu wollen. Russland hat sich unterdessen bei der UN über Aussagen zu Donald Trump beschwert.

Artikel veröffentlicht am ,
Putin und Obama - beste Freunde sieht anders aus.
Putin und Obama - beste Freunde sieht anders aus. (Bild: Mikhail Kliementyev/Getty Images)

Das US-Innenministerium und der Direktor der Geheimdienste (Director of National Intelligence) werfen Russland erstmals in einem offiziellen Dokument (PDF) vor, unter anderem mit Hacking-Angriffen Einfluss auf die anstehende Präsidentschaftswahl im November nehmen zu wollen.

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In dem Statement heißt es: "Die US-Geheimdienst-Community (US Intelligence Community/USIC) ist sich sicher, dass die russische Regierung die Kompromittierung von E-Mails von US-Bürgern und Institutionen angeordnet hat". Verwiesen wird einerseits auf die Veröffentlichungen durch "Guccifer 2.0", der sich als rumänischer Hacker bezeichnet, andererseits auf Veröffentlichungen der Seite DCLeaks.

Reisepass von Michelle Obama veröffentlicht

Auf DCLeaks war unter anderem ein älterer Reisepass der Präsidentengattin Michelle Obama sowie Reisepläne hochrangiger Mitarbeiter des Weißen Hauses veröffentlicht worden. Guccifer 2.0 und Wikileaks hingegen legten Dokumente vor, die eine Voreingenommenheit der demokratischen Parteiführung für Hillary Clinton während der Vorwahlen belegen sollen. Als Reaktion auf die Veröffentlichungen war die Vorsitzende des Democratic National Committe (DNC), Debbie Wasserman Schultz, zurückgetreten, weil sie den Kandidaten Bernie Sanders benachteiligt haben soll.

Außerdem hätten einige Bundesstaaten der USA Unregelmäßigkeiten an den für die Wahl genutzten IT-Systemen festgestellt. Anders als in Deutschland sind elektronische Abstimmungsgeräte und Wahlcomputer in den USA weit verbreitet. Die Staaten hätten "scanning und probing" der Geräte entdeckt, die dafür verantwortlichen Server sollen einem russischen Unternehmen gehören. Eine direkte Verantwortung der russischen Regierung lasse sich aber in diesem Fall noch nicht nachweisen. Außerdem sei es schwierig, die Wahlsysteme so zu beeinflussen, dass Wahlstimmen nachträglich verändert werden könnten.

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Nur wenige Minuten nach der Ankündigung veröffentlichte Wikileaks erneut Dokumente mit Bezug zum Wahlkampf. Es soll sich um etwa 2.000 E-Mails von Clintons Wahlkampfchef John Podesta handeln. Julian Assange hatte in dieser Woche weitere "Enthüllungen" mit Bezug zum US-Wahlkampf angekündigt.

Russland hat unterdessen eine offizielle Beschwerde bei den Vereinten Nationen eingereicht, weil ein Mitarbeiter der Organisation Präsidentschaftskandidat Donald Trump in einer Rede kritisiert hatte, nachdem dieser sich offen für die Nutzung von Folter eingesetzt hatte, wie The Telegraph [Paywall] berichtet. Trump hatte im Wahlkampf immer wieder Russlands Staatschef Wladimir Putin gelobt und im Falle seiner Wahl eine Annäherung beider Staaten in Aussicht gestellt.

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mnementh 10. Okt 2016

Hierzulande nicht - was war das auf dem Maidan?

mnementh 10. Okt 2016

Der Punkt ist doch: Du als Wähler kannst jederzeit Wahlbeobachter werden. Das ist der...

plutoniumsulfat 10. Okt 2016

So wie die kleinen Präzisionsangriffe auf Terroristen im Nahen Osten? Ups, waren doch...

Trollversteher 10. Okt 2016

Irgendwie hast Du in Geschichte nicht wirklich aufgepasst, und/oder ein sehr...



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