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Spionage: Spyware auf Handys von EU-Parlamentariern

Eine Spyware wurde auf den Handys von EU -Parlamentariern gefunden. Die Betroffenen sind unter anderem für die Sicherheitspolitik der Union zuständig.
/ Andreas Fischer
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Auf den Smartphones von EU-Parlamentariern wurde eine Spyware entdeckt. (Bild: KI-generiert durch Bing Image Creator/Dall-E)
Auf den Smartphones von EU-Parlamentariern wurde eine Spyware entdeckt. Bild: KI-generiert durch Bing Image Creator/Dall-E

Bei einer am Dienstag durchgeführten Routinekontrolle wurden auf dem Mobiltelefon eines Mitglieds des EU-Unterausschusses für Sicherheit und Verteidigung(öffnet im neuen Fenster) (SEDE) "Spuren einer Spyware" gefunden. In der Folge sei noch auf einem zweiten Gerät eine Spionagesoftware entdeckt worden, berichtet das Magazin Politico(öffnet im neuen Fenster) .

Der Fund ist brisant, weil der Unterausschuss für Fragen der gemeinsamen Sicherheits- und Verteidigungspolitik der Europäischen Union (EU) zuständig ist. Die Mitglieder des Ausschusses bestimmen zudem die Außenpolitik der Union mit.

Der Ausschuss nennt auf seiner Webseite aktuell 56 Mitglieder(öffnet im neuen Fenster) . Den Vorsitz hat die französische Abgeordnete Nathalie Loiseau (Renew Europe) inne. Zu ihren Stellvertretern gehört die deutsche Abgeordnete Özlem Alev Demirel (Die Linke).

Überprüfung erbeten

Wessen Handys von der Spionagesoftware befallen wurden, ist nicht bekannt. Zu technischen Details schweigt sich der Bericht ebenfalls aus. Laut Politico wurden die anderen Mitglieder des Ausschusses in einer E-Mail gebeten, ihre Mobiltelefone von IT-Mitarbeitern der EU auf den Befall mit Spyware prüfen zu lassen.

Der IT-Service des EU-Parlaments habe bereits im vergangenen April ein System eingerichtet, um nach Spyware auf den Telefonen der Parlamentarier zu suchen. Seit Beginn des Programms seien "Hunderte von Operationen" durchgeführt worden, heißt es in einer internen Erklärung, die Politico vorliegt.

Wer hinter dem Angriff steckt, ist nicht bekannt. Am 9. Juni dieses Jahres findet die nächste Europawahl(öffnet im neuen Fenster) statt. Daher sei das Europäische Parlament in höchster Alarmbereitschaft, schreibt Politico. Man rechne mit weiteren Cyberangriffen und ausländischer Einmischung.


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