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Das offizielle Missionpatch lässt vermuten, dass es ein Spionagesatellit zur Erdbeobachtung ist.
Das offizielle Missionpatch lässt vermuten, dass es ein Spionagesatellit zur Erdbeobachtung ist. (Bild: Wikimedia)

Spionage: SpaceX startet geheimen Militärsatelliten

Das offizielle Missionpatch lässt vermuten, dass es ein Spionagesatellit zur Erdbeobachtung ist.
Das offizielle Missionpatch lässt vermuten, dass es ein Spionagesatellit zur Erdbeobachtung ist. (Bild: Wikimedia)

Zum ersten Mal hat eine Falcon-9-Rakete von SpaceX einen geheimen Satelliten für das US-Militär gestartet. SpaceX zeigte Bilder des Landemanövers, der Rest des Fluges unterlag der Geheimhaltung.
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

Der erste Start einer Falcon-9-Rakete am heutigen Montag ist von Maßnahmen zur Geheimhaltung begleitet worden, die SpaceX sonst nicht an den Tag legt. Niemand durfte den Satelliten sehen, nicht einmal der angepeilte Orbit wurde bekanntgegeben. Nur das offizielle Mission Patch der US Airforce, eine künstlerische Darstellung zur Mission, wurde der Öffentlichkeit vorgestellt. Es war der erste Satellit, den das US-Raumfahrtunternehmen SpaceX für das amerikanische Militär gestartet hat.

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Ursprünglich war der Start für Sonntag angesetzt, aber ein fehlerhafter Temperatursensor am Ausgang des Sauerstofftanks führte 52 Sekunden vor dem Start zu einem Abbruch und einer Verschiebung um 24 Stunden. Den Flug der Falcon 9 zeigte SpaceX nur bis zur Abtrennung der ersten Stufe, danach konzentrierte sich der Webcast auf Bilder vom Landemanöver, die bisher nie gesehene Details zeigte.

Trotz aller Geheimhaltung lässt sich aus den Umständen des Starts einiges über die Nutzlast sagen. Vor dem Start wurde ein Korridor in nordöstlicher Richtung von der Startrampe für den Schiffsverkehr gesperrt, eine immer noch unumgängliche Sicherheitsmaßnahme für den Fall, dass die Rakete beim Start gesprengt wird und Trümmer ins Meer stürzen. Bei anderen Starts kommen noch abgeworfene Feststoffbooster und ausgebrannte Raketenstufen hinzu. Die erste Stufe der Falcon 9 kehrte derweil sicher zur Landeplattform in der Nähe der Startrampe zurück.

Satelliten werden schnell gefunden

Damit ist klar, dass der Satellit nicht in einen geostationären Orbit fliegt, sonst würde die Rakete in östliche Richtung starten. Er fliegt auch nicht in einen polaren oder sonnensynchronen Orbit, solche Raketen fliegen in nördliche oder südliche Richtung, meistens nach Süden von der kalifornischen Airforce Base Vandenburg aus. Wahrscheinlich wird der Satellit einen niedrigen Erdorbit mit einer Bahnneigung von etwa 60 Grad anstreben, ein Orbit von dem aus der größte Teil der Erdbevölkerung beobachtet werden kann.

Im Allgemeinen werden die Satelliten innerhalb weniger Tage von Amateuren aufgespürt. Bei der im März gestarteten Mission NROL-79 dauerte es keine zwei Tage. Aus dem Orbit, den Beobachtungen der Satelliten vom Boden und anderen Veröffentlichungen lässt sich teilweise ableiten, welche Aufgabe die Satelliten haben, auch wenn die Konstruktion der Geheimhaltung unterliegt.

Im Jahr 2015 bekam SpaceX von der US Airforce die Erlaubnis, sich für Starts von Militärsatelliten zu bewerben. Dazu gehört auch der Start der nächsten Generation von GPS-Satelliten, deren Benutzung der Öffentlichkeit lediglich vom Militär zur Verfügung gestellt wird. Die gebotenen Startpreise von SpaceX waren dabei so niedrig, dass die United Launch Alliance sich nicht an der Ausschreibung beteiligte, obwohl die ULA bis vor wenigen Jahren der Monopolist für Raketenstarts mit hoher Nutzlast in den USA war.


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zilti 03. Mai 2017

Geheim und Vertraulich sind aber zwei ziemlich verschiedene Sachen im Militär!

M.P. 03. Mai 2017

Hast Recht - Im Video kann man es im Gegensatz zum Foto sogar sehen ...

gfrodo 03. Mai 2017

Der lange Fortsatz ist meines Wissens ein Blitzableiter, der auf dem Startturm montiert...

M.P. 02. Mai 2017

Wie helfen Raketen gegen hungernde Bevölkerung? Das gleiche Prinzip, wie eine...

gisu 02. Mai 2017

Rein Zivil hätte man das Internet wohl bis heute nicht erfunden und eventuell würden...



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