Spionage-Risiko: Russische Beamte sollen auf iPhones verzichten

Laut der russischen Zeitung Kommersant(öffnet im neuen Fenster) hat Sergei Kiriyenko, stellvertretender Leiter der Präsidialverwaltung, bei einem vom Kreml organisierten Seminar für Beamte, die an den Vorbereitungen für die Präsidentschaftswahl 2024 beteiligt sind, die Teilnehmer aufgefordert, ihre iPhones bis zum 1. April 2023 durch andere Geräte zu ersetzen. Darüber berichtete die Nachrichtenagentur Reuters(öffnet im neuen Fenster) .
Die Teilnehmer sollen dazu aufgefordert worden sein, ihre iPhones entweder wegzuwerfen oder ihren Kindern zu geben, Die Anweisung, iPhones nicht mehr zu nutzen, wurde für Beamte im Innenressort ausgegeben, für das Kiriyenko verantwortlich ist.
Kreml-Sprecher Dmitry Peskov konnte die Informationen am Montag gegenüber Reuters nicht bestätigen. Er erklärte jedoch, dass Smartphones nicht für offizielle Zwecke genutzt werden sollten, unabhängig vom Betriebssystem, da diese einen "ziemlich transparenten Mechanismus" hätten. Apple äußerte sich bisher nicht öffentlich dazu.
Die russische Regierung wird möglicherweise andere Geräte mit unterschiedlichen Betriebssystemen bereitstellen, um die iPhones zu ersetzen, heißt es bei Reuters, ohne dass dazu Details bekannt sind.
Putin hat kein iPhone
Die russische Zeitung Kommersant hat kürzlich berichtet, dass eine spezielle Anweisung zum Einstellen der Nutzung von iPhones spezifisch für Beamte aus dem Bereich der Innenpolitik erlassen wurde. Präsident Wladimir Putin, bekannt für seine reservierte Haltung gegenüber modernen Kommunikationstechnologien, betonte wiederholt in der Öffentlichkeit, dass er persönlich kein Smartphone benutzt. Putin nutze jedoch gelegentlich das Internet, so Dmitry Peskov.



