Abo
  • Services:

Vom guten Ruf bis zum Antiterrorkampf

Das Bundeskriminalamt sagt: "Das BKA setzt keine Social Media Intelligence - im Sinne einer Analyse des Ansehens des BKA in den sozialen Netzwerken - ein". Etwas umfangreicher bezieht die Bundespolizei Stellung. Sie sei seit November 2013 mit einer Facebook-Karriereseite in den sozialen Medien vertreten. Weitere Onlineaktivitäten in sozialen Netzwerken seien in Planung, heißt es. "Im vergangenen Jahr führte die Bundespolizei für die Neugestaltung der eigenen Webseite ein Imagescreening (in Form eines Monitorings) durch. Ein klassisches und/oder regelmäßiges Social Media Intelligence, wie es beispielsweise von Unternehmen für die Ausrichtung oder Verbesserung der eigenen Reputation oder zur Erleichterung von Geschäftsentscheidungen eingesetzt wird, nutzt die Bundespolizei jedoch nicht."

Stellenmarkt
  1. Hays AG, Frankfurt
  2. diva-e Digital Value Excellence GmbH, München

Ganz klar: Die Bundespolizei verbindet mit SOCMINT polizeiliches Kerngeschäft von Prävention und Strafverfolgung statt Reputation und Management - betreibt es aber laut eigener Aussage nicht.

Und die Polizei Hamburg bezieht sich auf kommunikationsstrategische Aspekte und sagt, sie nutze "Facebook zur Internetkommunikation und plant künftig auch Twitter zu nutzen."

Ganz anders hingegen die Berliner Polizei: "Ermittlungen im Bereich Social Media werden von der Polizei Berlin nur anlassbezogen geführt. Eine Statistik dazu wird nicht erhoben." Von Reputationsmanagement oder Strategieunterstützung ist nicht die Rede. Die Berliner Polizei sieht SOCMINT als Teil ihres Kernauftrags, und der besteht eben unter anderem in Strafverfolgung - auch online.

Die sozialen Netzwerke sind ein mächtiges Instrument

Auch wenn der Begriff hierzulande nicht eindeutig geklärt ist, so gibt es trotzdem den Wunsch, auf das Internet ein wachsames Auge zu haben. Die Ereignisse der jüngsten Vergangenheit wie die Verbreitung von Enthauptungsvideos des "Islamischen Staates" oder die Erforschung des Radikalisierungshintergrunds der mutmaßlichen Charlie-Hebdo-Attentäter zeigen, wie machtvoll die sozialen Netzwerke wie Facebook und Twitter inzwischen sind.

Die deutschen Polizeien stehen zweifellos vor großen Herausforderungen. Sie werden früher oder später wohl mehr tun müssen als bloßes Reputationsmanagement, wie Bundesinnenminister Thomas de Maizière betont, der beispielsweise den Extremisten nicht die Deutungshoheit im Internet überlassen will: "Wir [müssen] im Internet den Versuch unternehmen und eine Art Gegenoffensive verbreiten."

Auch der Staatsschutz schaut sich die Online-Kommunikation der Szene genau an und beobachtet auch den Jubel über den Angriff auf das französische Satiremagazin. Manche Polizeibehörden wollen dieses Vorgehen zwar nicht SOCMINT nennen, aber genau das ist es: das Sammeln, Auswerten und Darstellen von Nutzerdaten sozialer Netzwerke.

 Spionage oder Imageaufwertung?: Deutsche Behörden nennen es Social Media IntelligenceWas noch kommen könnte 
  1.  
  2. 1
  3. 2
  4. 3
  5.  


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 23,49€
  2. 53,99€
  3. 39,99€
  4. 44,99€

HKeiner 27. Jan 2015

Das Problem ist doch gar nicht was die Behörden jemanden persönlich getan haben. Das...

Lemo 26. Jan 2015

So geschieht es aber nicht, dafür hocken dann Analysten bei der NSA. Oder glaubst du die...

Onsdag 26. Jan 2015

Aber klingt ja vermeintlich besser wenn man Begriffe verwendet welche nur von einem...

Applelobbyist 26. Jan 2015

Die Ermittlungsbehörden sollten wissen, dass wirklich dicke Fische kein Facebook Konto...


Folgen Sie uns
       


Golem.de lässt Alexa schlecht lachen und rappen

Alexa kann komisch lachen und schlecht rappen - wie man im Video hört.

Golem.de lässt Alexa schlecht lachen und rappen Video aufrufen
Razer Nommo Chroma im Test: Blinkt viel, klingt weniger
Razer Nommo Chroma im Test
Blinkt viel, klingt weniger

Wenn die Razer Nommo Chroma eines sind, dann auffällig. Dafür sorgen die ungewöhnliche Form und die LED-Ringe, die sich beliebig konfigurieren lassen. Die Lautsprecher sind aber eher ein Hingucker als ein Hinhörer.
Ein Test von Oliver Nickel

  1. Razer Kiyo und Seiren X im Test Nicht professionell, aber schnell im Einsatz
  2. Stereolautsprecher Razer Nommo "Sind das Haartrockner?"
  3. Nextbit Cloud-Speicher für Robin-Smartphone wird abgeschaltet

Digitalfotografie: Inkonsistentes Rauschen verrät den Fälscher
Digitalfotografie
Inkonsistentes Rauschen verrät den Fälscher

War der Anhänger wirklich so groß wie der Ring? Versucht da gerade einer, die Versicherung zu betuppen? Wenn Omas Erbstück geklaut wurde, muss die Versicherung wohl dem Digitalfoto des Geschädigten glauben. Oder sie engagiert einen Bildforensiker, der das Foto darauf untersucht, ob es bearbeitet wurde.
Ein Bericht von Werner Pluta

  1. iOS und Android Google lanciert drei experimentelle Foto-Apps
  2. Aufstecksucher für TL2 Entwarnung bei Leica

Underworld Ascendant angespielt: Unterirdische Freiheit mit kaputter Klinge
Underworld Ascendant angespielt
Unterirdische Freiheit mit kaputter Klinge

Wir sollen unser Können aus dem bahnbrechenden Ultima Underworld verlernen: Beim Anspielen des Nachfolgers Underworld Ascendant hat Golem.de absichtlich ein kaputtes Schwert bekommen - und trotzdem Spaß.
Von Peter Steinlechner

  1. Otherside Entertainment Underworld Ascendant soll mehr Licht ins Dunkle bringen

    •  /