Spionage: Königlicher Portier überwacht Diplomaten

Um an die Reisedaten von Diplomaten zu gelangen, hat der britische Geheimdienst GCHQ weltweit die Reservierungssysteme von Hotels überwacht. Die Spionageoperation trägt den Namen "Royal Concierge".

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Das Hauptquartier des GCHQ in Cheltenham, Großbritannien
Das Hauptquartier des GCHQ in Cheltenham, Großbritannien (Bild: Ministry of Defence/Open Government Licence v1.0)

Das Government Communications Headquarters (GCHQ) hat laut einem Bericht des Spiegels weltweit die Reservierungssysteme von mehr als 350 häufig von Diplomaten sowie Regierungsdelegationen gebuchten Hotels überwacht. Dies erleichterte dem GCHQ weitere Spionagetätigkeiten.

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Das Programm mit der leicht spöttischen Bezeichnung "Royal Concierge", also königlicher Portier, dient dazu, die Aufenthalte von reisenden Regierungsmitgliedern zu ermitteln und ihre Überwachung besser planen zu können. Zu diesem Zweck werden täglich Hotelreservierungen automatisch mit E-Mail-Adressen abgeglichen, die von Diplomaten genutzt werden, beispielsweise solche, die auf "gov.xx" enden.

Sobald die Reisepläne bekannt sind, können Mitarbeiter des GCHQ von ihren Möglichkeiten Gebrauch machen und unter anderem das Telefon sowie den Computer der jeweiligen Zimmer abhören oder eine "Humint"-Operation starten. Darunter versteht der britische Geheimdienst "Human Intelligence", also den Einsatz von menschlichen Spionen. Die Informationen zum "Royal Concierge" stammen aus den Dokumenten von Edward Snowden, das Government Communications Headquarters wollte diese laut dem Spiegel "weder bestätigen noch dementieren".

Zuletzt wurde bekannt, dass GCHQ über Kopien von Seiten des LinkedIn-Businessnetzwerks versuchte hatte, den belgischen Provider Belgacom zu attackieren. Zudem hatte der britische Premierminister David Cameron Medien wie dem Guardian gedroht, sie vor Gericht zu bringen, wenn sie die Ratschläge der Regierung nicht beherzigten.

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Die Medien sollten "gesellschaftliche Verantwortung" zeigen, um eine Gefährdung der nationalen Sicherheit zu vermeiden - ansonsten drohe eine einstweilige Verfügung des High Court und drastischere Maßnahmen.

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s.katze 18. Nov 2013

Fakt ist aber auch: Wenn GB das Geld, das sie in die ausufernde Bespitzelung (auch der...

chiefmasterbrid... 18. Nov 2013

+1 Für Deutschland magst Du wahrscheinlich reicht haben. Einfach nur peinlich unsere...

firstwastheblub 17. Nov 2013

Presse ist die 4te Gewalt im Staat.



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