Abo
  • Services:

Spionage: Geheime NSA-Dokumente für einen schöneren Lebenslauf

Ein ehemaliger Mitarbeiter der NSA hat Unterlagen und Malware mit nach Hause genommen, um damit an seinem Lebenslauf zu arbeiten. Damit löste er eine Kette von Anschuldigungen aus, die vor allem die Sicherheitsfirma Kaspersky betreffen.

Artikel veröffentlicht am ,
Ein Lebenslauf
Ein Lebenslauf (Bild: Public Domain)

Ein NSA-Mitarbeiter wollte mit vertraulichen Dokumenten und Malware-Samples des Geheimdienstes offenbar Stationen in seinem Lebenslauf belegen - und nahm die Dokumente deshalb mit nach Hause und spielte diese auf einen privaten Laptop auf. Weil er aber auch Malware und eine illegale Office-Version auf dem PC hatte, schlug sein Virenscanner von Kaspersky Alarm.

Stellenmarkt
  1. ENERCON GmbH, Aurich
  2. über duerenhoff GmbH, München

Der Mitarbeiter, ein 67 Jahre alter Mann aus Ellicot City in Maryland, hat das nach Darstellung der New York Times mittlerweile zugegeben. Er habe an seinem Lebenslauf arbeiten wollen und dazu Informationen zu einigen Projekten aus geheimen Dokumenten benötigt. Erlaubt ist die Mitnahme entsprechender Dokumente und Malware-Samples nach Hause natürlich nicht. Nach dem Geständnis verkündete die Staatsanwaltschaft, sie werde eine Maximalstrafe von acht Jahren Haft beantragen.

Weil auf dem Rechner des Mannes auch Malware wie etwa ein Keygenerator war, wurden einige der noch geheimen Malware-Samples der NSA in die Threatcloud des russischen Antivirenherstellers Kaspersky Lab hochgeladen. Nachdem dieser die klassifizierten Dokumente entdeckt hatte, wurden diese nach Darstellung von Firmenchef Eugene Kaspersky umgehend wieder gelöscht.

Kaspersky hatte nach früheren Berichten um den Vorgang und Vorwürfen der Spionage für Russland von US-Regierungsbehörden eine interne Untersuchung eingeleitet und deren Ergebnisse publiziert. Das Unternehmen bestreitet eine Zusammenarbeit mit russischen Geheimdiensten für Spionagezwecke vehement.

Ärger für Kaspersky auch in Großbritannien

Unterdessen warnt auch das britische National Cyber Security Centre (NCSC) vor dem Einsatz von Kaspersky in britischen Regierungsbehörden. Die Warnung basiere jedoch nicht auf konkreten Hinweisen oder Beweisen für Spionage, sondern lediglich auf einer Bewertung des individuellen Risikos der Regierungsstellen. Ohnehin würden nur wenige Behörden im Land derzeit auf Antivirensoftware von Kaspersky setzen.

Das Unternehmen will mit den britischen Behörden im Rahmen seiner Transparenzinitiative zusammenarbeiten, um Vorbehalte auszuräumen. Auch das NCSC will ein entsprechendes Rahmenwerk erarbeiten und empfiehlt weder Privatkunden noch Unternehmen den Verzicht auf die Sicherheitssoftware.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 2,49€
  2. (-8%) 54,99€
  3. 24,99€

Tuxgamer12 08. Dez 2017

Sorry, aber mir persönlich ist meine Zeit zu schade, den Schrott zu lesen, den täglich...

Auspuffanlage 04. Dez 2017

Geil! Musste darüber schon ziemlich hart lachen :D

Auspuffanlage 04. Dez 2017

Haha der ist gut :) Amüsant

Der Held vom... 04. Dez 2017

Ah, okay, ein Missverständnis. Man sollte verdächtigen Code nur mit kompletter Umgebung...

Der Held vom... 04. Dez 2017

Es sei denn natürlich, seine Aufgabe bestand darin, kurz vor seiner Pensionierung noch...


Folgen Sie uns
       


Dell XPS 13 (9380) - Test

Das aktuelle XPS 13 entspricht vom Gehäuse her dem Vorgänger, allerdings sitzt die Webcam nun oberhalb des Displays und vor dem matten Panel befindet sich keine spiegelnde Scheibe mehr. Zudem fallen CPU-Geschwindigkeit und Akkulaufzeit höher aus.

Dell XPS 13 (9380) - Test Video aufrufen
Verschlüsselung: Die meisten Nutzer brauchen kein VPN
Verschlüsselung
Die meisten Nutzer brauchen kein VPN

VPN-Anbieter werben aggressiv und preisen ihre Produkte als Allheilmittel in Sachen Sicherheit an. Doch im modernen Internet nützen sie wenig und bringen oft sogar Gefahren mit sich.
Eine Analyse von Hanno Böck

  1. Security Wireguard-VPN für MacOS erschienen
  2. Security Wireguard-VPN für iOS verfügbar
  3. Outline Digitalocean und Alphabet-Tochter bieten individuelles VPN

Display-Technik: So funktionieren Micro-LEDs
Display-Technik
So funktionieren Micro-LEDs

Nach Flüssigkristallanzeigen (LCD) mit Hintergrundbeleuchtung und OLED-Bildschirmen sind Micro-LEDs der nächste Schritt: Apple arbeitet daran für Smartwatches und Samsung hat bereits einen Fernseher vorgestellt. Die Technik hat viele Vorteile, ist aber aufwendig in der Fertigung.
Von Mike Wobker

  1. AU Optronics Apple soll Wechsel von OLEDs zu Micro-LEDs vorbereiten

Tom Clancy's The Division 2 im Test: Richtig guter Loot-Shooter
Tom Clancy's The Division 2 im Test
Richtig guter Loot-Shooter

Ubisofts neuer Online-Shooter beweist, dass komplexe Live-Spiele durchaus von Anfang an überzeugen können. Bis auf die schwache Geschichte und Gegner, denen selbst Dauerbeschuss kaum etwas anhaben kann, ist The Division 2 ein spektakuläres Spiel.
Von Jan Bojaryn

  1. Netztest Connect Netztest urteilt trotz Funklöchern zweimal sehr gut
  2. Netztest Chip verteilt viel Lob trotz Funklöchern

    •  /