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Nato-Standort: Drohnen über US-Basis in Ramstein gesichtet

Neben der US-Basis in Ramstein sind auch Rheinmetall und BASF von Drohnen -Überflügen betroffen. Einen ähnlichen Vorfall gab es im Sommer.
/ Tobias Költzsch
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Flugzeuge verschiedener Nato-Staaten auf der US-Militärbasis Ramstein (Bild: Thomas Lohnes/Getty Images)
Flugzeuge verschiedener Nato-Staaten auf der US-Militärbasis Ramstein Bild: Thomas Lohnes/Getty Images

Die US-Militärbasis im rheinland-pfälzischen Ramstein ist in den vergangenen Wochen mehrfach von Drohnen überflogen worden. Das berichtet der Spiegel(öffnet im neuen Fenster) unter Berufung auf einen vertraulichen Bericht deutscher Sicherheitsbehörden.

Demnach soll es in den Abendstunden des 3. und 4. Dezember 2024 zu zahlreichen Drohnensichtungen über der Basis gekommen sein, die unter anderem das Hauptquartier der US Air Force in Europa und der Nato-Kommandobehörde zur Führung von Luftstreitkräften ist. In dem Bericht heißt es, dass trotz Fahndungsmaßnahmen kein Pilot gefunden wurde.

Die US-Armee bestätigte die Angaben der Behörden. Man sei in enger Abstimmung mit den deutschen Stellen, erklärt eine Sprecherin der Basis. Gefahr für das Personal der Basis oder die militärischen Anlagen habe nicht bestanden.

Auch Rheinmetall und BASF von Drohnenüberflügen betroffen

Auch die Anlagen des deutschen Rüstungskonzerns Rheinmetall und des Chemiekonzerns BASF sollen überflogen worden sein. Um welche Standorte es sich genau handelte, geht aus dem Bericht des Spiegel nicht hervor. Die Überflüge sollen sich in den vergangenen Wochen ereignet haben, auch hier konnten keine Piloten gefunden werden.

Bereits im August 2024 wurden über einem Chemiepark im schleswig-holsteinischen Brunsbüttel Drohnen gesichtet . Im Chemcoast Park sind 15 Unternehmen der Chemiebranche angesiedelt, unter anderem eine Raffinerie und Energieunternehmen.

Von der Polizei eingesetzte Drohnen konnten die verdächtigen Multicopter aufgrund deren hoher Geschwindigkeit nicht verfolgen. Die Bundeswehr stellte nach dem Vorfall Radardaten zur Verfügung. Die Staatsanwaltschaft Flensburg nahm aufgrund der wiederholten Vorfälle Ermittlungen auf.


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