Abo
  • Services:
Anzeige
Der bei der taz eingesetzte Keylogger
Der bei der taz eingesetzte Keylogger (Bild: (c) taz - mit freundlicher Genehmigung)

Der Keylogger wanderte durch die Redaktion

Der Keylogger wurde reihum an verschiedenen Rechnern im Büro der taz eingesetzt. Insgesamt konnten die Techniker, die die auf dem Stick gespeicherten Protokolle auswerteten, 23 betroffene Personen ermitteln. Unter den Ausgespähten waren vier Männer und 19 Frauen. Einige Personen waren direkte Vorgesetzte des Redakteurs, die überwiegende Zahl jedoch waren junge Praktikantinnen.

Bei keinem der ausgespähten Accounts sei es wahrscheinlich, dass dort brisantes Material ausgespäht werden konnte, heißt es. Unwahrscheinlich also, dass der Spion die taz nach kompromittierendem Material durchsuchen wollte. Anders als bei mehreren Zeitungsredaktionen, denen er eine unzureichende Trennung zwischen der Redaktion und dem Anzeigengeschäft unterstellt hatte. Dazu hatte er auch heimlich gemachte Aufnahmen aus seiner Zeit bei der Süddeutschen Zeitung auf seinem privaten Blog veröffentlicht - eine sehr umstrittene Aktion.

Anzeige

"Es ging wohl nicht um die taz als Presseorgan"

Die Redakteure halten es auf dieser Grundlage für unwahrscheinlich, dass es sich um einen koordinierten Angriff durch einen Nachrichtendienst handelt. "Es ging wohl nicht um die taz als Presseorgan", heißt es in dem Artikel. Was bei vielen der festangestellten Redakteure für Erleichterung gesorgt habe, habe betroffene Praktikantinnen jedoch verunsichert - auch, weil nicht alle möglichen Opfer sofort über den Vorfall informiert worden seien. Die Redaktionsleitung hat jetzt angeboten, dass alle Betroffenen die über sie erhobenen Daten einsehen dürfen, wenn sie das wollen.

Und der ehemalige Kollege? Ihn finden die beiden Reporter in einer südostasiatischen Großstadt. Bereits wenige Tage, nachdem der Keylogger entdeckt wurde, verschwand der Mitarbeiter spurlos. Er räumte sein WG-Zimmer, meldete sich unbekannt ins Ausland ab und reagierte der Darstellung zufolge auf keinerlei Kontaktversuche mehr.

Wo genau er nun lebt, wird nicht erwähnt. Denn es gehe um die Aufklärung der Vergangenheit und nicht darum, sein heutiges Leben zu beeinflussen. Nur so viel: Das Land, in dem er lebt, hat kein Auslieferungsabkommen mit Deutschland. Kaul und Erb haben ihn dort aufgesucht. Er arbeitet dort, aber nicht als Journalist. Vielmehr ist er als Freelancer für ein großes Unternehmen im Bereich der Suchmaschinenoptimierung tätig. Reden wollte er nicht. "Zur Sache gibt's bislang nichts zu sagen."

 Spionage: Die taz klärt ihre Keylogger-Affäre auf

eye home zur Startseite
Andre S 20. Feb 2017

Das mag sein aber wie soll das verhindern das man einen Keylolgger dazwischensteckt...

ip_toux 07. Jun 2016

Besteht der laden dort nur aus Praktikanten? Als Unternehmen sollte man schon darauf...

Bouncy 07. Jun 2016

Naja der Hersteller vom Keelog spricht eigentlich auch nur von Überwachung auf die eine...

quineloe 07. Jun 2016

genauso wie die Geheimdienste deine dick pics nicht interessiert.

helgebruhn 07. Jun 2016

Von solchen Vorfällen beim EPA München habe ich bisher nichts gelesen. Wieso sollten die...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Fresenius Kabi Deutschland GmbH, Bad Homburg
  2. über Harvey Nash GmbH, Hamburg, Aschaffenburg, Wiesbaden
  3. SEO-Küche Internet Marketing GmbH, Erfurt, Dresden, Kolbermoor, Berg
  4. T-Systems on site services GmbH, verschiedene Einsatzorte


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. 5,99€ (ohne Prime bzw. unter 29€ Einkauf + 3€ Versand)
  2. 29,99€ (Vorbesteller-Preisgarantie)

Folgen Sie uns
       


  1. Chipmaschinenausrüster

    ASML demonstriert 250-Watt-EUV-System

  2. Linux-Distribution

    Opensuse Leap 42.3 baut Langzeitpflege aus

  3. Soziales Netzwerk

    Facebook soll an Smart-Speaker mit Display arbeiten

  4. Kumu Networks

    Vollduplex-WLAN auf gleicher Frequenz soll noch 2018 kommen

  5. IT-Dienstleister

    Daten von 400.000 Unicredit-Kunden kompromittiert

  6. Terrorismusbekämpfung

    Fluggastdatenabkommen mit Kanada darf nicht in Kraft treten

  7. Makeblock Airblock im Test

    Es regnet Drohnenmodule

  8. Tri Alpha Energy

    Google entwickelt Algorithmus für die Fusionsforschung

  9. Schnittstelle

    USB 3.2 verdoppelt Datenrate auf 20 GBit/s

  10. Mobilfunk

    Telefónica O2 macht Verlust und weniger Umsatz



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Ikea Trådfri im Test: Drahtlos (und sicher) auf Schwedisch
Ikea Trådfri im Test
Drahtlos (und sicher) auf Schwedisch
  1. Die Woche im Video Kündigungen, Kernaussagen und KI-Fahrer
  2. Augmented Reality Ikea will mit iOS 11 Wohnungen virtuell einrichten
  3. Space10 Ikea-Forschungslab untersucht Umgang mit KI

Microsoft Surface Pro im Test: Dieses Tablet kann lange
Microsoft Surface Pro im Test
Dieses Tablet kann lange
  1. Microsoft Neues Surface Pro fährt sich ohne Grund selbst herunter
  2. iFixit-Teardown Surface Laptop ist fast nicht reparabel
  3. Surface Studio Microsofts Grafikerstation kommt nach Deutschland

Indiegames Rundschau: Meisterdiebe, Anti- und Arcadehelden
Indiegames Rundschau
Meisterdiebe, Anti- und Arcadehelden
  1. Jump So was wie Netflix für Indiegames
  2. Indiegames-Rundschau Weltraumabenteuer und Strandurlaub
  3. Indiegames-Rundschau Familienflüche, Albträume und Nostalgie

  1. Re: Mieseste Netz, schlechtester Kundenservice

    Palerider | 14:22

  2. Re: Kohle, Mineralöl und Co. bald auf magische...

    Sebbi | 14:20

  3. Re: Namensgebung sollte geändert werden

    Default_User | 14:20

  4. Re: Fake News vs. Satire

    der_wahre_hannes | 14:19

  5. Re: für mich geht nix über mumbi

    david_rieger | 14:15


  1. 14:15

  2. 14:00

  3. 13:51

  4. 13:34

  5. 12:48

  6. 12:30

  7. 12:03

  8. 12:00


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel