Spionage: Datenschützerin für die NSA und Chefsuche bei GCHQ
Mit der erfahrenen Geheimdienstmitarbeiterin Rebecca Richards erhält die NSA zum ersten Mal einen "Privacy Officer", was bei deutschen Behörden der Funktion eines Datenschützers entspricht. Laut der Washington Post(öffnet im neuen Fenster) soll sich Richards auch um die Wahrung der Bürgerrechte kümmern. In solchen Fragen soll sie den Chef der NSA direkt beraten. Seit 2005 war die Amerikanerin in ähnlicher Position für das Heimatschutzministerium DHS(öffnet im neuen Fenster) tätig.
Die Berufung eines Datenschützers ist keine direkte Konsequenz aus Präsident Obamas Rede zu kleinen Reformen bei der NSA, vielmehr wurde die Schaffung einer solchen Position bereits im August 2013 angekündigt. Cnet hatte kurz darauf die vollständige Stellenausschreibung veröffentlicht(öffnet im neuen Fenster). Daraus geht vor allem hervor, dass der Privacy Officer innerhalb der NSA und auch im Kontakt mit der Öffentlichkeit beratend tätig sein soll. Konkrete Aufdeckung von Missständen, etwa durch einen jährlichen Datenschutzbericht, sieht die Ausschreibung nicht vor.
Noch ist nicht klar, wem Rebecca Richards in Zukunft unterstellt sein soll, denn NSA-Chef Keith Alexander will demnächst abtreten. Ein Nachfolger ist noch nicht bekannt, und auch der britische Geheimdienst GCHQ ist nun in einer ähnlichen Lage.
Dort wird bis zum Ende des Jahres 2014 der Leiter der Behörde, Iain Lobban, seinen Posten räumen. Dies bestätigten Sprecher der britischen Regierung dem Guardian(öffnet im neuen Fenster). Lobban stand dem GCHQ seit 2008 vor und soll nun routinemäßig abtreten. Dem Bericht zufolge schließen die britischen Behörden einen Zusammenhang der Enthüllungen über die Praktiken der transatlantischen Geheimdienste mit dem Personalwechsel aus.
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