Abo
  • Services:
Anzeige
Ziel von Internetangriffen: das Bundesverteidigungsministerium
Ziel von Internetangriffen: das Bundesverteidigungsministerium (Bild: BMVg)

Umfassendes Konzept der kritischen Infrastrukturen

Wie umfassend das Konzept der kritischen Infrastrukturen in den USA ist, zeigte eine Liste, die Wikileaks 2010 veröffentlicht hatte. Darin finden sich internationale Seekabel für den Internet- und Telekommunikationsverkehr, Grenzübergänge und Flussdämme sowie Energiezulieferer von Nachbarstaaten, Hersteller von Rüstungsprodukten, Hersteller von einzigartigen Chemie- und Pharmaprodukten, Ressourcen wie seltene Erden, Mineralien und Metalle sowie Logistikumschlagplätze wie Häfen.

Anzeige

Entsprechend umfangreich werden nun die Übungen konzipiert, da die Einbindung ziviler Einrichtungen bei einem solchen Verständnis kritischer Infrastrukturen notwendig wird. In der Nato-Übungsserie "Cyber Coalition" werden jährlich Angriffe auf das IT-System des Militärbündnisses simuliert. Das Übungshandbuch enthält auch Szenarien mit kritischen Infrastrukturen. Die Bundeswehr zeigt sich hier aber noch zurückhaltend und nimmt bislang nur an Szenarien teil, die unmittelbar das IT-System der Bundeswehr betreffen.

Erst im November nahmen an der Übung "Cyber Coalition 2013" alle 28 Nato-Mitgliedstaaten sowie einige weitere Staaten teil. Dabei ging es darum, die Auswirkungen einer internationalen Cyberkrise einzudämmen, in der wiederum kritische Infrastrukturen betroffen waren. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) spielte innerhalb des nationalen IT-Krisenmanagements die zentrale Rolle. Die Bundeswehr beteiligte sich mit vier Standorten an der Übung. Sie sollten das IT-System der Bundeswehr im Nato-Kontext schützen. Auch der Militärische Abschirmdienst (MAD) wurde in die Übung einbezogen, er sollte nachrichtendienstliche Erkenntnisse an die Bundeswehr übermitteln.

Linke beunruhigt über Kooperation

Für den linken Bundestagsabgeordneten Andrey Hunko ist "die Teilnahme ziviler Behörden an militärischen Cyberübungen beunruhigend". Er stört sich daran, dass das Bundeskriminalamt ebenso wie das BSI an Übungen teilnimmt, bei denen der US-Auslandsgeheimdienst NSA die "Cyberabwehr" probt. "So entsteht ein gefährliches internationales Konglomerat ziviler und militärischer Einrichtungen, in dem die Geheimdienste maßgeblich involviert sind", sagt Hunko.

Seiner Ansicht nach geht es nicht nur um die Verteidigung gegen Hacker, Terroristen oder Geheimdienste: "Denn wie im analogen Rüstungswettlauf werden digitale Waffen auch offensiv genutzt. Nach den USA will auch die Bundeswehr ein entsprechendes Kommando aufbauen. Noch mehr staatliche Angriffe wie mit dem Computerwurm Stuxnet wären die Folge." Hunko fordert daher: "Die Bundesregierung muss sich für eine Abrüstung im Cyberspace einsetzen. Dies insbesondere deshalb, da es keine Anhaltspunkte für einen zu erwartenden 'Cyberterrorismus' gibt."
Stuxnet nur Sabotage

Weltweit, so teilte die Bundesregierung in ihrer Antwort mit, habe es bislang noch gar keinen cyberterroristischen Anschlag gegeben. Den Einsatz von Stuxnet stuft die Bundesregierung übrigens nicht als Terrorismus, sondern lediglich als "Cyber-Sabotage auf Kritische Infrastrukturen" ein.

 Spionage: Aufrüstung im Cyberspace

eye home zur Startseite
Moe479 17. Dez 2013

es gibt immer eine lösung, die einfachste: trennung vom daten-netz, keine mobilen...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. msg DAVID GmbH, Braunschweig
  2. Pensions-Sicherungs-Verein VVaG, Köln
  3. über duerenhoff GmbH, Raum Stuttgart
  4. Lidl Digital, Leingarten


Anzeige
Top-Angebote
  1. 189€
  2. (u. a. Galaxy S8 für 499€ und S8+ für 579€, S7 für 359€, 65"-UHD-TV für 1.199€ und 850...

Folgen Sie uns
       


  1. Microsoft

    Windows on ARM ist inkompatibel zu 64-Bit-Programmen

  2. Fehler bei Zwei-Faktor-Authentifizierung

    Facebook will keine Benachrichtigungen per SMS schicken

  3. Europa-SPD

    Milliardenfonds zum Ausbau von Elektrotankstellen gefordert

  4. Carbon Copy Cloner

    APFS-Unterstützung wird wegen Datenverlustgefahr beschränkt

  5. Die Woche im Video

    Spezialeffekte und Spoiler

  6. Virtual RAN

    Telekom und Partner bauen Edge-Computing-Testnetz

  7. Basemental

    Mod erweitert Die Sims 4 um Drogen

  8. Verschlüsselung

    TLS 1.3 ist so gut wie fertig

  9. Colt Technology

    Mobilfunk ist Glasfaser mit Antennen

  10. Robotik

    Defekter Robonaut kommt zurück zur Erde



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Materialforschung: Stanen - ein neues Wundermaterial?
Materialforschung
Stanen - ein neues Wundermaterial?
  1. Colorfab 3D-gedruckte Objekte erhalten neue Farbgestaltung
  2. Umwelt China baut 100-Meter-Turm für die Luftreinigung
  3. Crayfis Smartphones sollen kosmische Strahlung erfassen

Fujitsu Lifebook U727 im Test: Kleines, blinkendes Anschlusswunder
Fujitsu Lifebook U727 im Test
Kleines, blinkendes Anschlusswunder
  1. Palmsecure Windows Hello wird bald Fujitsus Venenscanner unterstützen
  2. HP und Fujitsu Mechanischer Docking-Port bleibt bis 2019
  3. Stylistic Q738 Fujitsus 789-Gramm-Tablet kommt mit vielen Anschlüssen

Freier Media-Player: VLC 3.0 eint alle Plattformen
Freier Media-Player
VLC 3.0 eint alle Plattformen

  1. Re: Geht doch auch mit alter Hardware...

    sidmos6581 | 06:46

  2. Re: Kupfer ist besser als eine Antenne

    wire-less | 06:41

  3. Re: Wasserstoff wäre billiger

    Bradolan | 06:21

  4. Re: Noch in den Kinderschuhen, aber sehr interessant.

    DAGEGEN | 04:38

  5. Re: neuer C64 statt C64 Mini

    gehtjanx | 04:36


  1. 19:40

  2. 14:41

  3. 13:45

  4. 13:27

  5. 09:03

  6. 17:10

  7. 16:45

  8. 15:39


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel