Spionage: Kanadischer Yahoo-Hacker in den USA verurteilt

Ein junger Kanadier ist in den USA wegen seiner Beteiligung am Hack von 500.000 Yahoo-Nutzerkonten verurteilt worden. Er soll Profile ausspioniert und die Informationen an den russischen Geheimdienst weitergegeben haben.

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Yahoo wurde in der Vergangenheit mehrfach gehackt.
Yahoo wurde in der Vergangenheit mehrfach gehackt. (Bild: Justin Sullivan/Getty Images)

In San Francisco ist ein kanadischer Staatsbürger zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt worden, weil er an einem Hack auf den Internetdienst Yahoo beteiligt gewesen sein soll. Neben der fünfjährigen Haftstrafe muss der Mann noch eine Geldstrafe von bis zu 2.250.000 US-Dollar bezahlen. Er soll mit einem internationalen Geheimdienst zusammengearbeitet haben.

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Den Ermittlern zufolge war der Mann an einem Hack beteiligt, der zur Kompromittierung von 500.000 Nutzerkonten geführt hatte. Yahoo hatte die Probleme in den vergangenen Jahren nur stückweise zugegeben.

Der 23-jährige Kanadier gab im Laufe des Verfahrens zu, zwischen 2010 und 2017 mehr als 110.000 Konten übernommen zu haben, wie Techcrunch schreibt. Er soll dem russischen Geheimdienst Zugriff auf rund 80 davon verschafft haben. "Seine Rolle in der angeklagten Verschwörung war es, Zugriff auf Webmail-Accounts von für den FSB besonders interessanten Personen zu bekommen und die Passwörter im Tausch für Geld zu übersenden", heißt es in einem Schreiben des US-Justizministeriums.

Yahoo hatte jahrelang von den Hacks gewusst, die Informationen aber nicht mit der Öffentlichkeit geteilt. Zudem musste das Unternehmen eingestehen, eine geheime Software zur Überwachung von Nutzern in das System eingebaut zu haben. Im Zuge des Einbaus war der damalige Sicherheitschef von Yahoo, Alex Stamos, unter Protest aus dem Unternehmen ausgeschieden. Ein großer Teil von Yahoo wurde an Verizon verkauft und firmiert jetzt unter dem Namen Oath. Das Restunternehmen Altaba verwaltet nur noch Unternehmensbeteiligungen.

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