Spinlaunch: Nasa will Raketen-Katapult testen

Das Raumfahrt-Startup Spinlaunch will mit einer Zentrifuge Raketen ins Weltall katapultieren. Die Nasa schaut sich das genauer an.

Artikel veröffentlicht am , Patrick Klapetz
Die vakuumdichte Zentrifuge von Spinlaunch wird eine Rakete auf mehr als 8.000 Kilometer pro Stunde beschleunigen. Dieses Rendering zeigt das Innere einer Zentrifuge und ihr langes, dunkles Halteseil.
Die vakuumdichte Zentrifuge von Spinlaunch wird eine Rakete auf mehr als 8.000 Kilometer pro Stunde beschleunigen. Dieses Rendering zeigt das Innere einer Zentrifuge und ihr langes, dunkles Halteseil. (Bild: Spinlaunch)

Noch im Jahr 2022 möchte die amerikanische Raumfahrtbehörde Nasa das System eines kalifornischen New-Space-Startups testen. Spinlaunch hat eine Zentrifuge gebaut, die Microlauncher-Raketen beschleunigt und anschließend in den Himmel schleudert. In einer bestimmten Höhe sollen dann die Triebwerke der Rakete zünden und die geladene Fracht soll in die Erdumlaufbahn befördert werden.

Laut einem Tweet des Unternehmens hat es ein Space Act Agreement, also eine Vereinbarung über die zukünftige Zusammenarbeit mit der Nasa unterschrieben. Zu der Vereinbarung gehören der Transport einer noch nicht genauer beschriebenen Nutzlast in den Orbit sowie deren anschließende Bergung. Gemeinsam mit der Nasa sollen die Daten analysiert werden. Eine zukünftige Nutzung des Systems seitens der Nasa wäre somit nicht ausgeschlossen.

Die Space-Act-Vereinbarung ist Teil des Flight-Opportunity-Programms (Fluggelegenheiten-Programm). Damit will die Behörde vielversprechende Technologien für die Erforschung und Entdeckung des Weltraums, aber auch für die Ausweitung des Weltraumhandels durch suborbitale Tests mit Fluganbietern aus der Industrie vorantreiben.

Erste Tests waren vielversprechend

Bereits im Oktober 2021 absolvierte das Unternehmen seinen ersten erfolgreichen Test. Ein drei Meter langes Projektil wurde mehrere Kilometer hoch geschleudert. Zuvor wurde es in einer Vakuumkammer auf eine Geschwindigkeit von 8.000 Kilometern pro Stunde beschleunigt. Laut dem Unternehmen sind dies aber nur 20 Prozent der eigentlichen Leistungsfähigkeit der Zentrifuge.

Damit könnte man 30 Prozent des Treibstoffs eines herkömmlichen Starts einsparen und kleinere Satelliten einfacher in den Orbit befördern. Das System ist jedoch von seinem Standort abhängig. Derzeit befindet sich die Zentrifugalschleuder in der Wüste des US-Bundesstaates New Mexico. Andere Microlauncher-Raketenbauer können für den Start ihrer Raketen dagegen verschiedene Startorte auswählen.

Die jetzige Anlage von Spinlaunch soll mit ihren 50 Metern Durchmessern noch nicht die finalen Maße erreicht haben. Das Startup plant eine dreimal so große Anlage für den ersten offiziellen Testflug in die Umlaufbahn im Jahr 2025. Zuvor müssen aber noch weitere Tests erfolgen - auch der für die Nasa.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Katsuragi 20. Apr 2022

Das ist richtig. Allerdings haben Wissenschaftler, wenn sie einander kritisieren...

wacker_wacker 20. Apr 2022

Die Amis machen es einfach mal und probieren es aus, ganz egal wie verrückt es ist. In...

Hamsterrer 20. Apr 2022

Das ist eine Behauptung, die du mit "bleibt dabei" als Fakt hinstellen willst. Ne, ne...

Codemonkey 20. Apr 2022

Herr Kaleun



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Updates für GPT-3 und GPT-4
GPT im Geschwindigkeitsrausch

OpenAIs Updates für GPT-4 und GPT-3 machen die Modelle zuverlässiger, vor allem aber anpassungsfähiger. Die Änderungen und neuen Features im Detail.
Von Fabian Deitelhoff

Updates für GPT-3 und GPT-4: GPT im Geschwindigkeitsrausch
Artikel
  1. Candy Crushed: Royal Match wird profitabelstes Mobile Game
    Candy Crushed
    Royal Match wird profitabelstes Mobile Game

    Die langanhaltende Dominanz von Candy Crush Saga ist vorbei. Das meiste Geld verdient jetzt ein Start-up aus Istanbul mit einem Puzzlespiel.

  2. Datenschutz: ChatGPT-Exploit findet E-Mail-Adressen von Times-Reportern
    Datenschutz
    ChatGPT-Exploit findet E-Mail-Adressen von Times-Reportern

    Eigentlich sollte der Chatbot auf diese Anfrage gar nicht antworten. Tut er es dennoch, lauern womöglich noch viel brisantere Informationen.

  3. Donald E. Knuth: 30 Jahre Weihnachtsvorlesungen frei verfügbar
    Donald E. Knuth
    30 Jahre Weihnachtsvorlesungen frei verfügbar

    Ein bisschen theoretische Informatik, Algorithmen oder Mathematik zu Weihnachten? Wer das mag, kann nun sogar alle Vorlesungen hintereinander ansehen.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    • Daily Deals • TeamGroup Cardea Graphene A440 2 TB mit zwei Kühlkörpern 112,89€ • Logitech G915 TKL LIGHTSYNC RGB 125,11€ • AVM FRITZ!Repeater 3000 AX 129€ • Philips Ambilight 77OLED808 2.599€ • MindStar: Patriot Viper VENOM 64 GB DDR5-6000 159€, XFX RX 7900 XT Speedster MERC 310 Black 789€ [Werbung]
    •  /