SPINE und IPCEI AI: Telefónica will EU-Geld für auf KI-Nutzung optimiertes Netz
O2 Telefónica bewirbt sich zusammen mit Partnern um EU-Förderung bei IPCEI AI für die Entwicklung "souveräner, KI-fähiger Mobilfunknetze" . Das hat der Mobilfunkbetreiber am 6. Februar 2026 bekanntgegeben(öffnet im neuen Fenster) . IPCEI steht für Important Project of Common European Interest und vergibt Milliardenförderung ausschließlich für industrielle KI wie autonome Produktion, KI-gesteuerte Robotik und Materialforschung.
Konkret dürfte es darum gehen, dass lokale Betreiber von KI-Modellen fokussierte Rechenleistung, Geschwindigkeit und Quality of Service aus dem Mobilfunknetz benötigen. Und Bezieher von zentralen LLMs benötigen offenbar umfassendere Rechenleistung aus dem Netz.
Mallik Rao, Technik- und Geschäftskundenvorstand von O2 Telefónica, sagte: "Wir wollen KI-Anwendungen dort ermöglichen, wo sie für Verbraucher sowie Industrie, Mittelstand und öffentliche Hand unmittelbar wirksam werden: nahe an der Datenverarbeitung, sicher, resilient und datensouverän."
Wer ist bei Spine dabei
In dem Konsortium Spine sind neben Telefónica, Fraunhofer Fokus, Fraunhofer HHI, Fraunhofer IIS sowie die Technische Universität Darmstadt und deren Partner TU Delft Niederlande. Zu den Industrie- und Technologiepartnern zählen Nokia, Capgemini, Sopra Steria und LTIMindtree sowie die Start-ups Aivader und Highstreet Technologies. O2 Telefónica übernimmt die Konsortialführung. Das geplante Projektvolumen liegt derzeit laut Telefónica bei rund 43 Millionen Euro.
In Spanien ist Telefónica bereits beim Aufbau einer landesweiten Edge-Computing-Infrastruktur als Teil des von der EU-Kommission koordinierten IPCEI-CIS-Projekts beteiligt. Bislang nahm Telefónica in Spanien zehn Edge-Knotenpunkte für die Nutzung externer Anwendungen in Betrieb, die im Jahr 2026 auf insgesamt 17 Standorte erweitert werden sollen.
Auf Anfrage von Golem erklärte der Telefónica-Sprecher Florian Streicher: "Eine Entscheidung zur Förderung steht noch aus. Wir hoffen auf einen positiven Bescheid. Dabei geht es unter anderem um Fragen zur souveränen, optimalen Struktur und Rechenleistung der Netze, um gleichzeitig Kapazitäten und Service-Level für zentrale LLMs sowie dezentrale Anwendungen in der unmittelbaren Peripherie der Unternehmen und Verbraucher zur Verfügung zu stellen."
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