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Spike S-512: Überschall-Privatflugzeug mit Displays statt Fenstern

Der Überschall-Privatjet Spike Aerospace S-512 mit einem Stückpreis von mindestens 80 Millionen US-Dollar soll statt Fenstern in der Kabine nur riesige Displays enthalten, die den Passagieren einen Panoramablick zeigen sollen. Ab 2020 soll der Jet in der Luft sein.
/ Andreas Donath
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Spike S-512 von innen (Bild: Spike Aerospace)
Spike S-512 von innen Bild: Spike Aerospace

Der 18-sitzige Privatjet Spike Aerospace S-512 ist noch nicht einmal als Modell zu bewundern, doch nun hat das Team, das aus ehemaligen Mitarbeitern von Airbus, Boeing und Gulfstream besteht, einige Pläne gezeigt, die das Innere des ungefähr 80 Millionen US-Dollar teuren Flugzeugs zeigen.

Mit Hilfe von zahlreichen Kameras am Rumpf sollen riesige Displays an der Kabinenwand mit Bildmaterial versorgt werden, die einen Panoramablick bieten sollen. Echte Fenster existieren hingegen nur im Cockpit. Anstelle der Kamerasicht lassen sich natürlich auch andere Bilder anzeigen.

In einem Blogpost(öffnet im neuen Fenster) erklärt das Team von Spike Aerospace den Designansatz. Fenster erfordern zusätzliche strukturelle Maßnahmen im Rumpf, und die machen das Flugzeug schwerer und reduzieren seine Reichweite. Das Flugzeug soll eine Reisegeschwindigkeit von 1.960 km/h (Mach 1,6) und damit mehr als die doppelte Reisegeschwindigkeit eines normalen Passagierflugzeugs erreichen.

Das S-512 soll mit 18 Passagieren an Bord die Strecke New York – London in drei Stunden bewältigen oder von Los Angeles nach Tokio in sechs Stunden fliegen, behauptet der Hersteller. Die Fertigungsphase des Projekts soll 2018 beginnen. Danach werden ungefähr zwei Jahre für Testflüge und Zulassungen erwartet.

Spike Aerospace ist nicht das einzige Unternehmen, das einen Überschall-Passagierjet entwickeln will. Auch Gulfstream(öffnet im neuen Fenster) und Supersonic Aerospace International(öffnet im neuen Fenster) planen Gerüchten zufolge ein solches Flugzeug. Aerion(öffnet im neuen Fenster) wirbt auf seiner Website mit einem solchen System. Bislang scheiterten die Pläne vor allem an einem geeigneten Triebwerk. Aerion will das JT8D-200(öffnet im neuen Fenster) von Pratt & Whitney dafür einsetzen(öffnet im neuen Fenster) , das eigentlich für den Unterschallflug gedacht ist.


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