Spielwaren: Amazon will Teile von Toys R Us übernehmen

Amazon soll Interesse an der Übernahme von Ladengeschäften der Spielzeugkette Toys R Us haben. In Deutschland versucht das Unternehmen, zu überleben.

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Werbeaktion bei Toys R Us Deutschland
Werbeaktion bei Toys R Us Deutschland (Bild: Achim Sawall/Golem.de)

Amazon hat Interesse, die insolvente Handelskette Toys R Us zu kaufen. Das berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf informierte Kreise. Amazon hat aber kein Interesse, die Spielzeugmarke weiterzuführen, sondern will einen Teil der Ladengeschäfte für eigene Zwecke übernehmen. Dort könnten eigene Hardwareprodukte verkauft werden, vermutet Bloomberg, doch die Ladenflächen sind riesig.

Vertreter von Amazon und Toys R Us lehnten eine Stellungnahme ab. Der Ausgang der Gespräche ist offen. Um in den USA eine Ladenkette zu betreiben, hat Amazon im Juni 2017 für rund 13,7 Milliarden US-Dollar den Biosupermarkt Whole Foods Market gekauft. Der Börsenwert der Biomarktkette hatte sich seit dem Jahr 2013 halbiert, die Umsätze in den Geschäften fielen seit September 2015.

Von der Pleite des Spielwarenhändlers Toys R Us sind laut einem Bericht der Washington Post alle 800 Filialen in den USA und 33.000 Arbeitsplätze betroffen. Toys R Us ist in Höhe von fast 8 Milliarden US-Dollar verschuldet und sucht schon länger einen Käufer.

Schulden von Toys R Us nicht selbst verschuldet

Die Schulden stammen größtenteils aus der Übernahme durch die Finanzinvestoren Bain Capital und KKR und dem Immobilienkonzern Vornado Realty Trust, die nach dem Kauf der Kette einen großen Teil des Kaufpreises in Höhe von 6,6 Milliarden Dollar als Schulden auf Toys R Us umgelegt haben.

Im September 2017 hatte Toys R Us in den USA bereits Insolvenz beantragt und die Schließung von 182 Filialen angekündigt. In diesem Monat kündigte das Unternehmen an, alle 100 Filialen in Großbritannien zu schließen. Es sei "ein tieftrauriger Tag für uns und Millionen Kinder und Familien, denen wir in den vergangenen 70 Jahren gedient haben", erklärte Firmenchef Dave Brandon. "Aber wir haben nicht länger die finanzielle Unterstützung, um unser US-Geschäft fortzuführen." Die Schließungen sollen nach und nach erfolgen. Eine Übernahme der kanadischen Geschäfte soll jedoch möglich sein. Die Onlinekonkurrenz übte starken Druck auf Toys R Us aus.

In Deutschland hat die Spielwarenkette rund 1.800 Beschäftigte und 66 Läden. Laut Informationen der Wirtschaftswoche will die Unternehmensführung einen Weg finden, die Geschäfte weiterzubetreiben.

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