Spielspaß für Retro-Fans: Bastler portiert Portal auf das N64
Wer noch ein Nintendo 64 sein Eigen nennt, kann darauf neuerdings ein Demake des einst von Valve entwickelten Videospiels Portal ausführen.
Einem Bastler namens James Lambert ist es gelungen, das von Valve im Jahr 2007 veröffentlichte Videospiel Portal auf die nochmals elf Jahre ältere Spielkonsole Nintendo 64 (N64) zu portieren. Wie sich anhand der Code-Commits in dem zugehörigen Github-Projekt feststellen lässt, reichen die Arbeiten an dem Spiel mindestens bis Ende Februar 2022 zurück, so dass davon auszugehen ist, dass Lambert effektiv mehr als 1,5 Jahre mit der Portierung zugebracht hat. Er selbst beteuert diesbezüglich, das Videospiel befinde sich schon "seit vielen Jahren in der Entwicklung".
Weiter erklärt der Entwickler auf Github, bei dem Portal64 genannten Titel handle es sich um ein "Demake" von Portal für das Nintendo 64. Ziel dieses ursprünglich von Valve entwickelten Spiels ist es, durch die Erzeugung von Teleportationsportalen verschiedene Aufgaben zu meistern und Hindernisse zu überwinden – und das aus der von üblicherweise eher actionreichen Videospielen bekannten Ego-Shooter-Perspektive.
Wer selbst noch ein N64 oder einen entsprechenden Emulator besitzt, kann dafür via Github inzwischen Version 0.11.0 von Portal64 herunterladen. Laut der Readme des Repositorys handelt es sich bei den Releases um "vollständig spielbare N64-ROMs", die sich sowohl auf der physischen Konsole als auch mit einem N64-Emulator ausführen lassen. Damit sich das Spiel starten lasse, seien jeweils die spezifischen Release-Anweisungen zu beachten.
Die Entwicklung von Portal64 geht noch weiter
Auch wenn viele Aspekte des Spiels inzwischen umgesetzt sind, soll die Entwicklung von Portal64 längst noch nicht abgeschlossen sein. Lambert lädt Interessenten dazu ein, seinen Youtube-Kanal zu besuchen, auf dem er regelmäßig auf Updates aufmerksam mache. Wer in der Github-Readme nach unten scrollt, findet dort Listen mit Aufgaben und Fehlern, die der Entwickler noch abarbeiten will.
Zu den noch kommenden Features zählt beispielsweise der Support für das sogenannte Rumble-Pak, mit dem Spieler ihre N64-Controller um eine Vibrationsfunktion erweitern können. Darüber hinaus fehle aber auch noch die Möglichkeit, Änderungen an der Steuerung vorzunehmen oder den Spielfortschritt automatisch an Checkpoints speichern zu lassen.
Beeindruckend ist das Projekt aber ohnehin: Die Minimalanforderungen für die PC-Version von Portal setzen eine 1,7 GHz schnelle CPU und 512 MB RAM voraus. Zwar basiert das N64 auf einer nicht direkt vergleichbaren Risc-Architektur, mit der 93,75 MHz schnellen CPU und dem 4 bis 8 MB großen geteilten Grafik- und Arbeitsspeicher ist die Konsole aber dennoch weit davon entfernt, die technischen Anforderungen für das Spiel zu erfüllen. Eine mit der regulären PC-Version vergleichbare Grafik sollten Spieler von Portal64 folglich nicht erwarten.
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Die Everdrives sind mittlerweile wirklich sehr teuer geworden, aber wirklich coole...
Ja... Das geht mir oft auch so... Eine unglaublich potente Maschine und am Ende sitzt...