Spielevorschau 2026: Warum GTA 6 vielleicht gar nicht so toll wird

Möglicherweise spielen wir einfach mal wieder die Kampagne von GTA 5. Macht Spaß, sieht immer noch gut aus – und nach all den Jahren gibt es vermutlich mehr als genug Details, an die wir uns nicht mehr erinnern.
Alternativ könnten wir natürlich auch auf das seit Jahren überfällige GTA 6 warten, das nach aktuellem Stand am 19. November 2026 erscheinen soll.
Allerdings: Inzwischen sind wir gar nicht mehr so richtig heiß auf das Spiel. Es gibt so einen Punkt, da kippt Vorfreude um in Frust – bei GTA 6 ist das schon etwas länger der Fall. Und wenn wir ganz ehrlich sind: Ein paar Sachen machen uns nachhaltig misstrauisch gegenüber dem nächsten Grand Theft Auto.
Da ist die Sache mit den Charakteren: In GTA 5 gibt es drei sehr unterschiedliche Hauptfiguren. Mit einem davon kann sich wohl jeder von uns irgendwie identifizieren. Und mindestens einer davon, der anarchistische Antiheld Trevor, ist immer wieder für Lacher gut.
Bei GTA 6 steuern wir das kriminelle Liebespaar Lucia und Jason. Besondere Sympathieträger sind die beiden in den ersten Trailern nicht, sondern wohl sehr auf sich fokussiert. Können wir uns in die wirklich hineinversetzen, oder fühlen wir uns vielleicht eher ausgeschlossen?
Es gibt weitere mögliche Probleme: Irgendwelche halbwegs aktuellen gesellschaftlichen, politischen oder technischen (KI) Ereignisse oder Entwicklungen dürften aufgrund der XL-Entwicklungszeit kaum in der Art aufgegriffen werden, die frühere GTA-Spiele ausgezeichnet hat.
Dazu kommt dann noch die Sache mit dem offenbar miserablen Betriebsklima bei Rockstar Games : Entlassungen von mehr als 30 Entwicklern, Angestelltendemos vor dem Büro, öffentliche Schelte vom britischen Premierminister.

Kann das Team angesichts all dieser Probleme wirklich konzentriert die richtigen Entscheidungen in der schwierigen, aber enorm wichtigen Schlussphase treffen?
Egal, wie gut GTA 6 wird: Es wird das Spielejahr 2026 prägen. Bis wir wissen, ob sich das Warten gelohnt hat oder nicht, gibt es allerdings viele andere Blockbuster. Die erste große Neuheit mit konkretem Erscheinungsdatum kommt am 27. März 2026 auf den Markt: Resident Evil Requiem.
Golem konnte das vielversprechende Horrorspektakel von Capcom bereits anspielen ; Hauptfigur ist erneut die FBI-Technikern Grace Ashcrof.
Die Handlung dreht sich um eine Reihe bizarrer Todesfälle. Alle Spuren führen ins berüchtigte Remwood Hotel – jenen Ort in Raccoon City, an dem Graces Mutter Alyssa vor vielen Jahren ermordet wurde.
Am 24. April 2026 folgt mit Pragmata noch eine Großproduktion von Capcom. Darin sind wir in einer düsteren Raumstation unterwegs. Die eigentliche Besonderheit ist eine ungewöhnliche Mischung aus Denksport, Action und Taktik. Beim Anspielen fanden wir das richtig gut – sehr viel besser, als wir selbst erwartet hätten.
Am 30. April 2026 erscheint (nur für die Playstation 5) das Actionspiel Saros, so etwas wie der geistige Nachfolger zum hochgelobten Returnal vom finnischen Sony-Entwicklerstudio Housemarque. Erneut geht es um weitgehend prozedural generierte Feuergefechte, die vermutlich sehr schnell und grafisch spektakulär werden.



