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Spielestreaming: Telekom optimiert Geforce Now auf Android-Smartphones

Die Telekom bietet Cloudgaming über 5G+ in Deutschland an. Das Versprechen: geringere Latenzen und stabilere Streams für Geforce Now .
/ Peter Steinlechner
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Artwork von Geforce Now (Bild: Nvidia)
Artwork von Geforce Now Bild: Nvidia

Telekom und Nvidia starten gemeinsam ein neues Cloudgaming-Angebot, das ausdrücklich auf die erweiterten 5G-Fähigkeiten im Mobilfunknetz setzt. Unter dem Namen "5G+ Gaming mit Geforce Now" sollen Spiele beim Streaming künftig schneller reagieren, Bewegungen präziser aussehen und die Verbindung auch unter hoher Netzauslastung stabil bleiben.

Das Angebot wird über die Mein-Magenta-App bereitgestellt und umfasst für Telekom-Kunden drei Monate kostenlosen Zugang zur Geforce-Now(öffnet im neuen Fenster) -Performance-Mitgliedschaft im Wert von rund 33 Euro.

Technisch will die Telekom dabei mehrere Faktoren kombinieren. Zentral ist das 5G-Standalone-Netz, das im Unterschied zum bisherigen 5G-Betrieb ohne LTE-Abhängigkeit auskommt.

Zusätzlich wird ein speziell für Gaming reservierter Netzwerk-Abschnitt, sogenanntes Network Slicing, genutzt. Dazu kommt eine Technologie namens L4S, die Verzögerungen und Paketverluste reduzieren soll, indem Datenströme je nach Auslastung flexibel gesteuert werden. Die Unternehmen sprechen von dem europaweit ersten "latenzoptimiertem Mobile Cloudgaming" in einem öffentlichen Mobilfunknetz.

Zum Start profitieren nur bestimmte Smartphones von den neuen Funktionen, etwa die Samsung-Serien S24 und S25 sowie das Fold 7. Weitere Modelle, darunter Geräte von Xiaomi, sollen folgen.

Geforce Now: Mehrere Stores unterstützt

Für Android gibt es die Geforce-Now-App im Play Store, während iOS in der Mitteilung nicht erwähnt wird – was nahelegt, dass die 5G+-Optimierung zunächst nur auf Android greift. Interessierte müssen außerdem einen aktuellen Magenta-Mobil-Tarif nutzen, damit die Option funktioniert. Der Promo-Zeitraum läuft zunächst bis zum 23. Dezember 2025.

Inhaltlich setzt Geforce Now weiter auf das bekannte Modell: Spiele werden auf RTX-Systemen in Rechenzentren von Nvidia ausgeführt und auf Smartphones oder andere Geräte gestreamt, ohne lokale Installation.

Derzeit werden über 2.300 Titel aus verschiedenen Stores unterstützt, außerdem weitere Tausende sogenannte Install-to-Play-Games sowie einige große Free-to-Play-Titel. Raytracing und KI-Upscaling sind verfügbar, Spielstände werden geräteübergreifend in der Cloud synchronisiert.

Die Telekom weist darauf hin, dass mittlerweile nahezu überall dort, wo 5G verfügbar ist, auch 5G+ genutzt werden könne. Damit will man nicht nur das größte 5G+-Netz Deutschlands betreiben, sondern sich auch europaweit im Spitzenfeld bewegen.

Wie stark merkt man das in der Praxis?

Für die Nutzer stellt sich dennoch die Frage, wie stark der Vorteil im Alltag tatsächlich spürbar ist. Zwar verspricht die Technik geringere Latenzen und mehr Stabilität, doch hängt die konkrete Praxis von der realen Netzqualität vor Ort, dem Endgerät und nicht zuletzt der Serverkapazität des Clouddienstes ab.

Mit dem Vorstoß adressiert die Telekom einen Bereich, in dem viele Mobilfunker bislang zurückhaltend waren. Cloudgaming galt lange als netzintensiv und sensitiv für Verzögerungen. Durch technische Verbesserungen im 5G-Kernnetz und das zunehmende Interesse großer Plattformanbieter wie Nvidia wächst jedoch der Druck, auch unterwegs hochwertige Spielerlebnisse anzubieten.


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