Spielestreaming: Steam Broadcast für Windows gestartet

Valve hat seinen eigenen Spiele-Streaming-Dienst Steam Broadcast für Windows aktiviert. Nutzer können dabei zwischen zahlreichen Einstellungen wählen.

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Screenshot der Steam-Broadcast-Oberfläche
Screenshot der Steam-Broadcast-Oberfläche (Bild: Golem.de)

Dem Kumpel oder der Freundin live beim Zocken zusehen - das geht jetzt nicht mehr nur über Twitch oder Xbox Live, sondern auch über Steam. Valve hat das im Dezember 2014 angekündigte Feature Broadcast für den Windows-Client offiziell gestartet. Zuvor konnten es Nutzer nur über Steam-Beta-Client ausprobieren.

In den Einstellungen von Steam stehen die Optionen 480p, 720p und 1080p als Auflösungen zur Auswahl, die Bitrate kann in Schritten von 750kb/s bis 3500kb/s an die eigene Internetleitung angepasst werden. Alle Videos werden mit 30 Bildern pro Sekunde übertragen. Unter den Sicherheitseinstellungen konfiguriert der Nutzer, ob er seinen Stream öffentlich oder privat halten will.

Spieler können sich zusätzlich entscheiden, ob sie eine eigene über das Mikrofon aufgezeichnete Audiospur mitsenden wollen. Aktuell finden sich auch häufig Audiospuren mit GEMA-Musikstücken im Hintergrund - inwiefern Valve künftig solche Angebote moderieren beziehungsweise verbieten wird, ist noch nicht sicher. Unter Twitch.tv werden Audiospuren mit Musik abgeschaltet.

Über den Steam-Community-Reiter und die individuellen Profile der Spieler werden die Streams zugänglich, eine Steam-ID wird zum Zusehen also vorausgesetzt. Twitch-Streams können auch ohne Benutzerkonto angesehen werden. Dort ist nur der Chat exklusiv für registrierte Kunden.

Beim ersten Ausprobieren funktionierte alles wie beschrieben, die maximale Bitrate von 3500kb/s ist für schnelle Actionspiele aber etwas niedrig. Ein paar Partien Dota 2 konnten wir dagegen bereits in einer Auflösung von 720p und 2500kb/s problemlos verfolgen. Unter Mac OS und dem nativen Steamclient funktionierte auf unseren Macbooks der Vollbildmodus nicht.

Steam Broadcast befindet sich laut Valve nach wie vor in der Betaphase und ist nur im Windows-Client öffentlich integriert. Wann das Livestreaming unter Mac OS und Linux startet, ist noch nicht bekannt.

Mit der neuen Version wurde eine "fps-Anzeige" in allen Clients integriert. Spieler können damit überwachen, wie flüssig ihre Spiele auf dem jeweiligen System laufen und wie viele Bilder pro Sekunde sie genau haben.

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