Spielestreaming: Microsoft und Sony vereinbaren Zusammenarbeit

Die Hersteller der Xbox One und der Playstation 4 gelten als Konkurrenten, doch nun wollen Microsoft und Sony beim Spielestreaming sowie bei Halbleitern und KI zusammenarbeiten. Auffällig ist der Zeitpunkt der Ankündigung kurz vor der Spielemesse E3.

Artikel veröffentlicht am ,
Sony-Chef Kenichiro Yoshida und Microsoft-Boss Satya Nadella verabreden eine Zusammenarbeit.
Sony-Chef Kenichiro Yoshida und Microsoft-Boss Satya Nadella verabreden eine Zusammenarbeit. (Bild: Microsoft)

Microsoft und Sony haben auf höchster Ebene eine Zusammenarbeit vereinbart: In einer gemeinsamen Erklärung von Satya Nadella (Microsoft) und Kenichiro Yoshida (Sony) stellen die Firmenchefs ihre Pläne für künftige mögliche Kooperationen vor. Ausdrücklich soll es dabei auch um Spielestreaming auf Basis der Azure-Cloud von Microsoft gehen, aber auch um Halbleiter und AI.

Stellenmarkt
  1. Webredakteur*in / Webmaster (w/m/d) in der Onlineredaktion
    Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie GmbH, Berlin
  2. Ingenieur Machine Vision & Lasermarking Application Focus Softwaredevelopment (m/w/d)
    Schaeffler Technologies AG & Co. KG, Erlangen
Detailsuche

Vor allem die Zusammenarbeit beim Spielestreaming ist eine Überraschung: Microsoft und Sony sind mit ihren Konsolen Xbox und Playstation harte Konkurrenten. Sony etwa weigerte sich jahrelang, in Multiplayerpartien auf der Playstation das sogenannte Crossplay zu ermöglichen - also die Option, dass etwa Spieler mit einer Xbox direkt gegen Besitzer einer PS4 antreten.

Ein Grund für die Zusammenarbeit könnte sein, dass mit Google ein weiterer Konzern mit seiner im März 2019 vorgestellten Stadia-Plattform ins Spielestreaming einsteigen will, und Microsoft und Sony ihre Kräfte bündeln wollen. Die nun veröffentlichte Erklärung ist auffällig vage, konkrete Produkt- oder Dienstankündigungen könnten auf der Spielemesse E3 Anfang Juni 2019 in Los Angeles erfolgen.

Allerdings ist dort nur Microsoft vertreten, während Sony aus Kostengründen schon vor Monaten absagte. Sony betreibt mit Playstation Now schon länger einen eigenen Dienst für Spielestreaming, der aber bislang nur wenig verbreitet ist - was auch an der mangelnden Unterstützung etwa mit spannenden neuen Titeln liegt.

Golem Karrierewelt
  1. Entwicklung mit Unity auf der Microsoft HoloLens 2 Plattform: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    07./08.06.2022, Virtuell
  2. Masterclass Data Science mit Pandas & Python: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    29./30.09.2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Neben Spielestreaming wollen Microsoft und Sony eine Zusammenarbeit in weiteren Bereichen prüfen oder umsetzen. Ebenfalls auf Basis von Azure ist die generelle Auslieferung von Unterhaltungsangeboten angedacht - damit könnten etwa Videos aus den Filmstudios von Sony gemeint sein. Außerdem soll untersucht werden, ob sich mit dem Knowhow von Microsoft im Bereich der KI und den Bildsensoren sowie mit der Cloud von Microsoft und der Halbleitersparte von Sony neue Produkte für Geschäftskunden entwickeln lassen. Auch Endkundenprodukte könnten von neuen KI-Verfahren profitieren, hieß es.

Eine unmittelbare Zusammenarbeit im Bereich Spielekonsolen dürfte unwahrscheinlich sein - insbesondere Sony hat mit seiner erfolgreichen Playstation keinen Grund, zu sehr auf Microsoft zuzugehen. Auffällig: In der Pressemitteilung fällt das Wort Playstation, während Xbox nicht genannt wird. Es ist bekannt, dass beide an der nächsten Konsolengeneration arbeiten. Gerüchten zufolge will Microsoft auf der E3 eine neue Xbox vorstellen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Glennmorangy 20. Mai 2019

Ja das ist die kernherausforderung. Wenn sie das in den Griff bekommen ist der Erfolg...

Glennmorangy 19. Mai 2019

Es scheint umgekehrt zu kommen. Die Playstation wird in die Xbox Infrastruktur integriert.

Glennmorangy 17. Mai 2019

Könnte mit Hilfe von Microsoft ja künftig besser werden, wobei ich denke dass die in...

Noren 17. Mai 2019

Naja, man könnte das Problem auch einfacher angehen und den Entwicklern erlauben eigene...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Künstliche Intelligenz
Wie erklären Menschen die Entscheidungen von Computern?

Je komplexer eine KI, desto schwerer können Menschen ihre Entscheidungen nachvollziehen. Das ängstigt viele. Doch künstliche Intelligenz ist keine Blackbox mehr.
Von Florian Voglauer

Künstliche Intelligenz: Wie erklären Menschen die Entscheidungen von Computern?
Artikel
  1. Prehistoric Planet: Danke, Apple, für so grandiose Dinosaurier!
    Prehistoric Planet
    Danke, Apple, für so grandiose Dinosaurier!

    Musik von Hans Zimmer, dazu David Attenborough als Sprecher: Apples Prehistoric Planet hat einen Kindheitstraum zum Leben erweckt.
    Ein IMHO von Marc Sauter

  2. Star Wars: Cal Kestis kämpft in Jedi Survivor weiter
    Star Wars
    Cal Kestis kämpft in Jedi Survivor weiter

    EA hat offiziell den Nachfolger zu Star Wars Jedi Fallen Order angekündigt. Hauptfigur ist erneut Cal Kestis mit seinem Roboterkumpel BD-1.

  3. Retro Gaming: Wie man einen Emulator programmiert
    Retro Gaming
    Wie man einen Emulator programmiert

    Warum nicht mal selbst einen Emulator programmieren? Das ist lehrreich und macht Spaß - wenn er funktioniert. Wie es geht, zeigen wir am Gameboy.
    Von Johannes Hiltscher

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Samsung 870 QVO 1 TB 79€ • Prime Video: Filme leihen für 0,99€ • Alternate (u. a. Recaro Rae Essential 429€) • Gigabyte RTX 3080 12 GB ab 1.024€ • Mindstar (u. a. AMD Ryzen 5 5600 179€, Palit RTX 3070 GamingPro 669€) • SanDisk Ultra microSDXC 256 GB ab 14,99€ • Sackboy 19,99€ [Werbung]
    •  /