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Spielestreaming: Lauder Partners ist neuer Eigentümer von Onlive

Der Betrieb von Onlive soll ohne Einschränkungen weitergehen, die Unterstützung für neue Projekte wie Ouya soll gewährleistet sein. Auch ein Großteil der Mitarbeiter wird weiterbeschäftigt – das sagt Onlive wenige Tage nach den Meldungen über finanzielle Probleme.
/ Peter Steinlechner
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Internet Explorer 9 wird aufs iPad gestreamt. (Bild: Onlive)
Internet Explorer 9 wird aufs iPad gestreamt. Bild: Onlive

Über die Gründe für seine finanziellen Schwierigkeiten hat Onlive(öffnet im neuen Fenster) in einer umfangreichen Erklärung keine Angaben gemacht – aber über die erhoffte Zukunft. Das gesamte Betriebsvermögen, unter anderem Patente, Hardware und Warenzeichen, gehört jetzt der Investmentfirma Lauder Partners(öffnet im neuen Fenster) , hinter der ein Teil der Familie steckt, der auch der Kosmetikkonzern Estée Lauder gehört. Lauder Partners hat sich auf Technologie- und Onlinefirmen spezialisiert und war bereits früher an Onlive beteiligt.

Onlive und die Zukunft von Gaming
Onlive und die Zukunft von Gaming (10:35)

Nach Aussage von Onlive werden die rund 1,5 Millionen aktiven Abonnenten von den Umwälzungen bei Onlive nichts bemerken. Der Geschäftsbetrieb laufe unverändert weiter. Auch angekündigte Projekte werden umgesetzt: Onlive spricht dabei von der Unterstützung von TV-Geräten namhafter Hersteller und anderen "kürzlich angekündigten Geräten" , womit auch die Android-Konsole Ouya gemeint sein dürfte.

Für die Mitarbeiter bei Onlive ist die Lage weniger gut. Alle haben ihren Job verloren, rund die Hälfte soll aber sofort wieder bei der neuen Firma zu den alten Konditionen weiterbeschäftigt werden. Die andere Hälfte soll eventuell die Möglichkeit bekommen, ebenfalls weiterarbeiten zu können – langfristig soll der Mitarbeiterstamm sogar weiter ausgebaut werden.

Sämtliche Optionen etwa auf Aktien, die für viele der Onlive-Mitarbeiter wahrscheinlich sehr wichtig waren, sind allerdings nichts mehr wert und werden auch nicht übertragen – das gelte auch für alle Anteile des Managements, das darüber hinaus zum Teil Gehaltsbußen in Kauf nehmen müsse, so Onlive.


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