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Spielestreaming: Google Stadia könnte Peloton und Bungie antreiben

Der Abstieg von Google Stadia geht weiter: Statt auf Augenhöhe mit Xbox und Playstation könnte das Streaming als White-Label-Lösung enden.

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Artwork von Destiny 2 (Bild: Bungie)

Schon länger ist offensichtlich, dass Google für seinen Spielestreamingdienst Stadia keine allzu großen Hoffnungen mehr hat. Nun berichtet Business Insider, dass der Abstieg weitergeht: Der neue Fokus liege noch stärker als bisher darauf, mit der hauseigenen Technologie anderen Firmen bei deren Cloud Gaming zu helfen.

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Als ein Beispiel wird ausgerechnet der Spinning-Bike-Anbieter Peloton und dessen erstes interaktives Sportspiel Lanebreak genannt. Auf dem Hometrainer soll das Streaming nicht unter der Marke Google Stadia, sondern Google Stream laufen. Lanebreaker wurde 2021 angekündigt und soll demnächst starten.

Andere Kunden sind laut dem Bericht von Business Insider unter anderem Bungie und Capcom. Allerdings: Bei Peloton gibt es gerade Gerüchte über eine Übernahme durch Amazon und Bungie wird gerade von Sony für 3,6 Milliarden US-Dollar übernommen.

Es könnte also sein, dass Google Stream bei Peloton rasch von Amazon Luna und bei Bungie von der Technologie hinter Playstation Now ersetzt wird.

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Die Probleme von Google Stadia zeigen sich auch darin, dass der zuständige Manager Phil Harrison inzwischen nicht mehr an Rick Osterloh, den Leiter von Google Hardware, berichtet. Stattdessen ist nun Jason Rosenthal zuständig, der bei Google die Abonnements verantwortet - das sei laut Business Insider ein Abstieg für Harrison.

Stadia wollte Milliardenmarkt

Google Stadia ist seit November 2019 verfügbar. Damals sagte ein Manager, dass das Unternehmen bei dem Spielestreamingdienst "Milliarden" von Nutzern erwarte. "Wenn wir nur 100 oder 200 Millionen Menschen erreichen, haben wir etwas falsch gemacht."

Video: Google Stadia - Test [2:13]

Offizielle Zahlen wurden zwar nie veröffentlicht, aber Stadia dürfte die selbst genannte Marke nie auch nur ansatzweise erreicht haben. Anfang 2021 hatte Google bekannt gegeben, seine im Aufbau befindlichen Spielestudios zu schließen und alle Projekte zu stoppen.