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Spielestreaming: Google baut Stadia grundlegend um

Mehr kostenlose Inhalte, vereinfachte Anpassung von Windows-Spielen: Google hat grundlegende Umstellungen bei Stadia angekündigt.

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Gamepad von Google Stadia (Bild: Ina Fassbender/AFP via Getty Images)

Es ist schon länger bekannt, dass Google mit dem Spielestreamingdienst Stadia bislang wenig erreicht hat. Nun hat das Unternehmen im Rahmen einer hauseigenen Entwicklertagung Google for Games Developer Summit seine Pläne vorgestellt.

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Langfristig besonders wichtig: Zentral ist künftig eine neue Geschäfts- und Technologieeinheit namens Immersive Stream for Games. Die arbeitet mit anderen Firmen zusammen, um deren konkrete Projekte in Sachen Spielestreaming umzusetzen.

Der vorerst wichtigste derartige Partner ist Google Stadia, der bislang einzige andere bekannte der Telekommunikationskonzern AT&T.

Stadia will künftig sein Angebot umbauen und viel mehr kostenlose Demoversionen aller Art anbieten. Das soll wesentlich einfacher gehen, vor allem ohne separate Anmeldung bei Stadia - und wie Forbes schreibt, später möglicherweise auch ohne Anmeldung bei Google.

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Mit diesen Vereinfachungen soll es dann möglich sein, dass Spieler etwa das bei einem Stream auf Youtube vorgestellte Game mit wenigen Klicks selbst per Spielestreaming ausprobieren. Eigentlich sollte es das bei Stadia schon von Anfang an geben, wurde aber nie in der Breite umgesetzt.

Bei seiner Tagung hat Google auch neue Ansätze präsentiert, wie Entwickler ihre Windows-Spiele einfacher auf die Server-Hardware von Stadia (eigentlich ab jetzt: Immersive Stream for Games) umsetzen können. Die läuft seit jeher unter Linux - was zwar kein grundlegendes Problem für die Entwickler ist, aber halt doch einen gewissen Aufwand verursacht.

Video: Google Stadia - Test [2:13]

Es gibt eine Initiative namens Low Change Porting, mit der es von vornherein bessere Unterstützung für Unity und Unreal Engine geben soll. Dazu kommen Bibliotheken, die selbständig DirectX übersetzen, sowie verbesserte Angebote bei der Qualitätssicherung.

Außerdem hat Google in einem Vortrag ein paar Ideen vorgestellt, mit denen Entwickler für ihr Windows-basiertes Game selbst einen Emulator programmieren könnten, so dass die Spiele direkt auf der Hardware mit Linux laufen.

Einen eigenen Emulator will Google aber nicht anbieten - in den vergangenen Monaten hatte es immer wieder entsprechende Gerüchte gegeben.