Zum Hauptinhalt Zur Navigation Zur Suche

Spielestreaming: Apple wirft iOS-Browser für Google Stadia aus Store

Spielestreaming bekommt keine Chance unter iOS: Apple hat eine App für Stadia entfernt – schlechte Nachrichten auch für das Xbox-Ökosystem.
/ Peter Steinlechner
37 Kommentare Auf Google folgen (öffnet im neuen Fenster)
Gamepad von Google Stadia (Bild: Google)
Gamepad von Google Stadia Bild: Google

Apple hat eine spezielle Fullscreen-Version des Browsers Stadium aus seinem App Store entfernt. In der Vorschlagsliste mit Suchergebnissen taucht die Anwendung zwar momentan noch auf, ein Download ist aber nicht mehr möglich. Mit Stadium konnten die Nutzer den Spielestreamingdienst Google Stadia auf ihrem iPhone und iPad verwenden.

Der Browser wurde nicht von Google veröffentlicht, sondern von einem Entwickler mit dem Pseudonym Zach. Der schreibt auf Twitter(öffnet im neuen Fenster): Apple habe sich daran gestört, dass er Webkit erweitert habe, um das Pairing von Bluetooth-Eingabegeräten (primär Gamepads) zu ermöglichen. Genau solche Erweiterungen sind laut den offiziellen Vorgaben nicht gestattet.

Die Spezialversion von Stadium war der bislang einzige Weg, echtes Spielestreaming auf einem iPhone oder iPad anzubieten. Gemeint ist damit, ein Spiel auf Servern von etwa Google laufen zu lassen, es aber auf einem mobilen Endgerät zu verwenden.

Das klappt auch mit technisch aufwendigen Titeln wie Red Dead Redemption 2, Doom Eternal oder demnächst mit Cyberpunk 2077, für die ein Smartphone sonst nicht leistungsstark genug wäre.

Google Stadia – Test
Google Stadia – Test (02:13)

Auf Android funktioniert das unter anderem mit Google Stadia schon länger. Mit der offiziellen App von Stadia für iOS hingegen ist es lediglich möglich, Spiele zu kaufen und ein paar Einstellungen vorzunehmen – aber spielen wird eben nicht unterstützt.

Das Aus für Stadium unter iOS ist eine schlechte Nachricht für Microsoft: Gerade erst hatte Phil Spencer, der Chef der Xbox-Abteilung, angekündigt, seinen Spielestreamingdienst Project Xcloud ebenfalls über eine "browserbasierte Lösung" auf iOS zu bringen. Das dürfte nun schwieriger geworden sein.

Zwar könnte Microsoft auf die Erweiterung von Webkit und Ähnliches verzichten. Allerdings dürfte die Kundschaft wenig davon haben, wenn eine offizielle Spielestreaming-Xbox-App nur mit eingeschränktem Funktionsumfang auf den Markt kommt.


Relevante Themen