Spieler in Gefahr: Malware verbreitet sich über Onlinelobbys von Call of Duty
Unter Spielern des 2009 veröffentlichten Call of Duty: Modern Warfare 2 scheint sich derzeit eine Malware zu verbreiten. Während das Einschleusen von böswilliger Software in der Gamesbranche zumeist über Cheats oder manipulierte Spielesetups stattfindet, führt in diesem Fall offenkundig eine unter Spielern gängige Handlung zu einer Infektion: Alles, was dafür erforderlich ist, ist einem Bericht von Techcrunch(öffnet im neuen Fenster) zufolge der Beitritt zu einer Onlinelobby, über die die Schadsoftware automatisch die Rechner der Teilnehmer infizieren soll.
Schon am 26. Juni empfahl ein Nutzer im Steam-Forum(öffnet im neuen Fenster) , das rund 14 Jahre alte Spiel nur noch mit einem Virenscanner zu nutzen, da Cyberkriminelle "über gehackte Lobbys" angriffen. Einige Tage später teilte ein anderer Spieler(öffnet im neuen Fenster) eine Liste von Zeichenketten, bei denen es sich augenscheinlich um ein Ausgabeprotokoll der Schadsoftware handelte. Darin enthalten waren mehrere Hinweise darauf, dass die Malware ein sogenannter Wurm sei – eine bösartige Software, die sich selbst vervielfältigt.
Bestätigung seitens Activision nur indirekt
Der offizielle Twitter-Account CODUpdates, der üblicherweise auf Aktualisierungen rund um die beliebte Ego-Shooter-Spielereihe aufmerksam macht, teilte passend dazu am Mittwoch mit(öffnet im neuen Fenster) , der Multiplayer-Part für Call of Duty: Modern Warfare 2 (2009) sei auf Steam vorerst offline genommen worden, während der Publisher Activision "Berichte über ein Problem" untersuche.
Auch auf Virustotal(öffnet im neuen Fenster) ist der Wurm, der sich als dsound.dll tarnt, zu finden. Erkannt wird er demzufolge aber bisher erst von 13 von insgesamt 70 Virenscannern. Immerhin sind aber einige unter Endverbrauchern weitverbreitete Sicherheitslösungen dabei, die mitunter von Microsoft, Avast und Mcafee stammen.
Call of Duty: Modern Warfare 2 hat noch immer aktive Fans
Dass Hacker mit der Schadsoftware ausgerechnet Call of Duty: Modern Warfare 2 von 2009 ins Visier nehmen, dürfte nicht zuletzt dem hohen Alter des Titels geschuldet sein. Nach 14 Jahren ist seitens des Publishers schließlich nicht mehr allzu viel Engagement im Hinblick auf die Produktpflege zu erwarten. Zugleich kann der Ego-Shooter aber noch eine aktive Spielerschaft vorweisen(öffnet im neuen Fenster) – üblicherweise sind dort mehrere Hundert Teilnehmer zeitgleich online.
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