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Spielepublisher: Ubisoft-Kurs fällt trotz Entwarnung durch Bilanzzahlen

Trotz solider Zahlen rund um Assassin's Creed und Anno sackt die Ubisoft -Aktie ab. Auslöser ist wohl das Ausbleiben einer Übernahme.
/ Peter Steinlechner
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Artwork von Anno 117 Pax Romana (Bild: Ubisoft)
Artwork von Anno 117 Pax Romana Bild: Ubisoft

Ubisoft hat seine Halbjahreszahlen vorgelegt(öffnet im neuen Fenster) und bestätigt, dass sich hinter der verzögerten Bekanntgabe keine ernsten Probleme und erst recht keine Übernahmegerüchte verbergen. Der Grund war laut dem Unternehmen eine buchhalterische Korrektur.

Konkret: Ein bereits 2024/25 verbuchtes Partnergeschäft musste neu bewertet werden, wodurch Umsätze anders zugeordnet werden. Das führte vorübergehend dazu, dass interne Kreditkennziffern nicht mehr erfüllt waren.

Laut Ubisoft ist das jedoch vollständig gelöst. Außerdem stehe eine 1,16-Milliarden-Euro-Investition von Tencent in das neue Tochterunternehmen Vantage Studios nun unmittelbar vor dem Abschluss, was den Konzern entschulde.

Dennoch reagierten Anleger enttäuscht: Der Ubisoft-Aktienkurs fiel nach der Veröffentlichung der Zahlen um mehr als zehn Prozent. Grund ist vermutlich, dass die Märkte kurzfristig keine Übernahme oder größeren Eigentümerwechsel mehr erwarten – viele hatten genau darauf spekuliert.

Dass Tencent nur eine Minderheitsbeteiligung an Vantage Studios erwirbt, aber nicht an Ubisoft selbst, dürfte diese Erwartungen zusätzlich gedämpft haben.

Assassin's Creed Shadows kommt auf die Switch 2

Operativ lief das Halbjahr solide: Die Nettobuchungen stiegen um gut 20 Prozent auf 772 Millionen Euro, getragen von starken Partnerdeals und einem robusten Katalog.

Assassin's Creed bleibt die wichtigste Marke und übertraf die Erwartungen mit hoher Spieleraktivität sowie dem anstehenden Start von Shadows auf der Switch 2 am 2. Dezember 2025.

Auch The Division 2 wächst weiter und setzte bereits nach sechs Monaten mehr um als im gesamten Vorjahr. Bei Rainbow Six Siege verzeichnet das Spiel zwar mehr neue Spieler, kämpft aber in der Umstellungsphase zum Free-Access-Modell mit einem Anstieg an Cheatern, was Ubisoft mit zusätzlichen Maßnahmen abfedern will.

Anno 117 startete im November mit starken Kritiken, während Avatar – Frontiers of Pandora mit dem kommenden Add-on und dem Third-Person-Update erneut Momentum aufbaut. Für das laufende Geschäftsjahr bekräftigt Ubisoft sein Ziel, stabile Umsätze zu machen, bevor 2026/27 wieder deutliche Ergebnisverbesserungen erwartet werden.


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