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Spielepublisher in Not: dtp Entertainment meldet Insolvenz an

Der deutsche Spielepublisher dtp Entertainment AG hat überraschend einen Insolvenzantrag gestellt. Das Unternehmen zählt sich zu den größten Auftraggebern für deutsche Entwicklerstudios.
/ Christian Klaß
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Spielepublisher dtp Entertainment meldet Insolvenz an (Bild: dtp Entertainment/Wikipedia)
Spielepublisher dtp Entertainment meldet Insolvenz an Bild: dtp Entertainment/Wikipedia

Die dtp Entertainment AG(öffnet im neuen Fenster) steht offenbar vor dem Aus. Am 27. April 2012 reichte der deutsche Spielepublisher laut der Justizwebsite Insolvenzbekanntmachungen.de unter dem Aktenzeichen 67b IN 130/12(öffnet im neuen Fenster) einen Insolvenzantrag ein. Als vorläufiger Insolvenzverwalter wurde der Rechtsanwalt Dr. Tjark Thies benannt.

Zu den Hintergründen wurde noch nichts bekanntgegeben. So ist unklar, ob es noch Hoffnung für das 1995 gegründete und 1999 in eine AG umgewandelte Unternehmen dtp und seine Mitarbeiter gibt. Dtp hat laut Selbstbeschreibung auf der Firmenwebsite 110 Angestellte in Hamburg, allerdings stammt diese Zahl noch vom Oktober 2010.

Ebenfalls unklar ist, was nun etwa aus der von dtp geplanten Veröffentlichung der Adventurespiele " Memento Mori 2(öffnet im neuen Fenster) " und " Neue Abenteuer des Sherlock Holmes: Das Testament(öffnet im neuen Fenster) " oder dem von Cyanide entwickelten(öffnet im neuen Fenster) Spiel zur TV-Serie " Game of Thrones: Das Lied von Eis und Feuer " wird.

Nachtrag vom 29. April 2012, 11:18 Uhr:

Der ursprünglich veröffentlichte Artikel enthielt den falschen Hinweis, dass die dtp Young Entertainment(öffnet im neuen Fenster) eine Tochter der dtp Entertainment AG ist. Korrekt ist: Sie wurde 2007 rechtlich von der dtp entertainment AG getrennt. Die beiden Unternehmen arbeiten zwar in einigen Bereichen zusammen, die dtp Young Entertainment GmbH hat aufgrund der getrennten Inhaberschaften aber "mit der Insolvenz der DTP Entertainment AG nichts zu tun" , sagte Thomas Baur, Geschäftsführer der dtp young Entertainment GmbH Golem.de. Wir bedauern den Fehler.


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