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Spieleportal: Bitcoin ist Steam zu unbeständig und zu teuer

Selbst Bitcoin-Milliardäre können mit der Cyberwährung keine Spiele mehr bei Steam kaufen. Das Portal besteht ab sofort auf der Bezahlung mit Euro, Dollar oder anderen klassischen Währungen.
/ Peter Steinlechner
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Bitcoin boomt, aber nicht auf Steam. (Bild: Dan Kitwood/Getty Images)
Bitcoin boomt, aber nicht auf Steam. Bild: Dan Kitwood/Getty Images

Spieler bei Steam können nicht mehr mit Bitcoin bezahlen. Der Plattformbetreiber Valve schreibt im offiziellen Firmenblog(öffnet im neuen Fenster) zu den Gründen, dass "der Wert von Bitcoin immer unbeständiger wurde, und die Gebühren für Transaktionsverläufe im Bitcoin-Netzwerk enorm angestiegen sind". Anfang Dezember 2017 seien für eine Transaktion bis zu 20 US-Dollar angefallen – mehr als der Preis vieler Spiele bei Steam.

Bitcoin-Schlüssel auf einer Schallplatte versteckt
Bitcoin-Schlüssel auf einer Schallplatte versteckt (01:52)

Valve war im Mai 2016 von Teilen der Community dafür gefeiert worden, so fortschrittlich zu sein und Bitcoin auf Steam zu akzeptieren. Damals seien pro Transaktionen nur rund 20 Cent an Gebühren fällig gewesen, schreibt das Unternehmen jetzt. Ein besonders Problem habe sich mittlerweile durch die starken Kursschwankungen von Bitcoin ergeben.

Wenn der Bezahlvorgang auf Steam nicht schnell genug abgeschlossen wurde, konnte sich laut Valve der benötigte Betrag ändern – was dann in jedem Fall erneut zu einer Bitcoin-Netzwerktransaktionsgebühr führte. Das Unternehmen will die Zahlungsmethode Bitcoin zu einem späteren Zeitpunkt erneut prüfen, und sie dann eventuell wieder anbieten. Einen Zeitpunkt für eine derartige Prüfung nannte Valve nicht.

Als Valve im Sommer 2016 erstmals den Spielekauf per Bitcoin zuließ, lag der Kurs bei etwa 400 Euro. Derzeit sind rund 12.500 Euro fällig. Valve teilte nicht mit, ob – und wenn ja wann – die im Laufe der Monate eingenommenen Bitcoin in andere Währungen umgetauscht werden.

Trotz des großen Erfolgs von Bitcoin gibt es nach wie vor nicht sehr viele große Handelsportale, auf denen Nutzer direkt mit Bitcoin bezahlen können. Konkurrenten von Valve wie Gog.com, Origin oder die Shops der Konsolennetzwerke bestehen auf der Bezahlung mit herkömmlichen Währungen. Es gibt zwar immer wieder Gerüchte, dass Amazon den Bitcoin akzeptieren möchte, bislang ist es jedoch nicht dazu gekommen.


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